Dienstag, 13. Dezember 2016

Bubenjacke - schlicht, unauffällig und kuschelig

Das Nähleben für mich in Bezug auf meinen Sohn ist etwas einfacher, als das mit meiner Tochter. Sohnemann trägt auch mal Gekauftes (wobei es ihm nicht wurscht ist, wer es im fairen Sinn der Sache genäht hat!).
Aber Jacken bzw. Westen, no, kauft auch er nicht. Die gehen nur mamimade. Und da das letzte Exemplar mittlerweile getrost in Pension gehen darf (natürlich erst nachdem ich es ihm vom Leib gerissen und gut versteckt habe ;-), war da jetzt Bedarf an einer neuen Jacke.

Weich bitte. Mit Kuschelkapuze. Und Sternen. Und blau.
Dieserlei Nähwerke - also so ganz mit nix an SchnickSchnack - gehen mir natürlich nicht so gut runter, wie eben mit einem Hauch mehr Tralalla. Aber ich habe fake-Kontrast-gecovert und die Kapuzennaht in rotem Jersey versteckt, was mich ungemein beruhigt ;-)

Und JA das Teil hat keine Aufhängeschlaufe, weil mein Sohn den Nutzen eines solchen Extras schlicht VERWEIGERT! Deswegen habe ich es diesmal einfach WEGGELASSEN! (Seid versichert, ich habe deswegen mindestens ein Streßwimmerl ;-)

Mehr war einfach nicht drin!


Arbeitszeit: ca. 3,5 h 
Materialkosten: ca.  42 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2




Für alle jene, die noch einen Rückblick auf das eigene Schaffen
im vergangenen Jahr wagen wollen:





Montag, 12. Dezember 2016

Meistgetragen & selbstgemacht 2016

Nun habe ich überlegt ob ich ein Best of 2016 meiner genähten Werke machen sollte, machen möchte. Und wie ich da so überlegt habe, kam mir der Gedanke, dass es doch viel interessanter wäre, welche der genähten Sachen denn so richtig die Dauerbrenner geworden sind in diesem sich dem Ende neigenden Jahr.
Was von all dem genähten Zeugs auf all diesen Blöggen, Blogs, Bloggi (schreibe niemals zu spät an einem Blogpost. Das schadet der Grammatik.), also was von all dem, das man so unterm Jahr unter die Nase gebloggt bekommt, ist denn jetzt auch wirklich viel ans Tageslicht gekommen?


Hier also meine Frage an euch:
Welche drei Stücke von denen, die ihr dieses Jahr genäht und gebloggt habt, sind denn nun die Renner 2016 geworden?
Let us know!

Eine Low-Work-Post in dieser besinnlichen Streß-Familien-Ruhe-Zeit (Schenkel-Klopf! Ehrlich, du darfst nach 23:45 Uhr nicht mehr an den Computer, was denken sich die Leute? Sarkasmus kannst du doch besser!), denn die Fotos habt ihr ja schon. Einfach posten und verlinken. 

Ich fand persönlich das Erstellen meiner Top 3 durchaus augenöffnend (Nein, Süße, du pennst doch schon tief und fest. Deine Augen sind zu! Du glaubst doch nur, dass sie offen sind). Eine Einsicht in meine Näherei und was denn nun die wirklich wichtigen Teile sind!

Platz 3: das Wolfshirt

Es scheint per se ja gar nicht so auffällig, aber ich versichere euch, dass solange LA-Shirt-Saison war, hat dieses Teil keine 24 Stunden im Kasten verbracht. Anziehen, anziehen, Wäsche, trocknen und wieder von vorne.
Genauso eines will sie wieder haben!

Platz 2: mein Boho-Rock

So einen Rock wollte ich schon länger haben. Nähen wollte ich ihn mir eigentlich nicht. Und dann ergab eben eines (Schneidereimarkt) das andere (Ines von Karlotta-Pink) und ich bin den halben Sommer damit herumgelaufen.
In einem selbstgenähten Rock!
Ich!
Was das bedeutet, also für mich, kann ich kaum sagen. Ich sollte mal darüber nachdenken. Am besten, wenn ich wach bin. Und keinen Hunger habe. Und Zeit. Und Ruhe.
Ach, ich hab's nicht leicht mit mir.
Auf jeden Fall ist es irgendwie cool. Die Sache mit dem Rock.
Glaub ich.
Fast.


Platz 1: Jeans - what else

Es kommt mir ja kaum über die Lippen, aber, wenn es um Hosen geht, hat mich meine Tochter im Schwitzkasten, Geiselhaft. Naja, die Lage ist nicht unbedingt angenehm!
Sie trägt schlicht und ergreifend immer nur die eine Jeans, die ich ihr genäht habe. Nur. Punkt.
Ich habe Hosen gekauft.
Zur Kastendeko quasi.
Es macht mich ja auch Stolz und ich schreibe das hier auch happy (und mit ein dreiviertel schlafenden Augen), aber wenn diese eine Hose dann irgendwann beginnt das Zeitliche zu segnen, ins Gras zu beißen (hihi .. Jeans ..hihi), den Löffel abzugeben, dann steigt das Gewicht der imaginäre Nähgarnrolle, die in meinem Nacken sitzt gewaltig an.
Sie wird zu einer dieser großen Kabelrollen, die man manchmal sieht, wenn Straßen aufgerissen werden und sie sagt sowas wie "Du solltest dringend Bio-Jeans-Stoff bestellen" und "Hast du noch dunkelblauen Klettverschluß?".

Aber, es ist und bleibt unbestritten, dass meine selbstgenähten Jeans - und so auch dieses Jahr - die absoluten Renner sind. Nichts, das ich nähe, ist so dauerhaft im Einsatz. Wird so ausnahmslos geliebt und darf auf keinen Fall ersetzt werden. Da gibt es keine Diskussion. The Jeans is the Queen. Getragen von meiner Prinzessin!

Ich nähe demnächst 2 Stück. Versprochen ;-)


So, jetzt schlaf' ich mich mal aus (HA! Der war gut!)
Und hoffe, dass ihr die Ruhe und die Zeit habt kurz zu reflektieren und dann einen Post zu basteln um mir/uns allen zu zeigen, was bei euch die Top 3 2016 waren/sind.
Ich würd' mich freuen!
Quasi als Inspiration für 2017!
(pfoah, das tippt sich komisch 2017, 2017.. nö geht noch nicht)



Freitag, 9. Dezember 2016

Der wertvolle Adventkalender


Lange schon bin ich auf der Suche nach einem Adventkalender, der das Prädikat wertvoll verdient.
Letztes Jahr habe ich Legosets (für sie ein Haus, für ihn ein Technik Auto) in 24 Sackerln zerlegt und morgens beim Frühstück dann Kinder sitzen gehabt, die ihre täglichen 12 Bausteine gesteckt haben. Mit Begeisterung!
Ich wollte das wieder machen, aber dieses Jahr habe ich nichts gefunden unter den Lego-Sets, das mir zugesagt hätte.

Also habe ich den November hindurch abgewartet, auf die alles erlösende Idee.  Gut Ding braucht Weile. Und die letzte Minute. So eben auch dieses mal. Im letzten Moment dann eine zunächst schäbig einfache Lösung. Aber mittlerweile hat sich herausgestellt: es hätte besser kaum kommen können!

Wir schenken Zeit,
Alltagserleichterungen im stressigen Advent
und Herzenskleinigkeiten!

Per Gutschein!


Ganz simpel. Im Marmeladeglas. Punkt.
Was für Gutscheine?

1.) Lieblingsessen auf Bestellung:

Meine Kids haben da ihre 2-3 Klassiker, die mir zwar schon bei den Ohren rauskommen, ihnen aber offensichtlich nicht. Mit dem Hinweis, dass ich zur Not noch einkaufen gehen können muss, grinst hier mein Nachwuchs bei Gutschein-Öffnung von einem Ohr zum anderen! Sabbernd.

2.) Etwas NICHT tun müssen:

Nicht Tisch decken müssen, Nicht den Mist raustragen ... dieserlei Gutscheine werden mit einem lauten "YEAH!" begrüßt. :-)

3.) Quality - Time:

Mein Mann und ich haben uns überlegt, was die Kids am liebsten unternehmen oder spielen. Daraus haben wir dann Gutscheine gemacht." 1x Eislaufen" zum Beispiel wurde bereits stürmisch begrüßt. Und "Mama spielt eine Runde UNO" (Anmerkung: ich spiele nie!) war sowieso das coolste überhaupt! Seufz! ;-)

4.) Und ein bissi verwöhnen:

"Nachspeise, auch wenn der Hauptgang nicht ordentlich gegessen wurde!", "1 Folge Drachenzähmen extra - egal welche Uhrzeit!" und "30 Minuten extra Zeit am Computer!". Dieserlei "Süßigkeiten" dürfen nicht fehlen und komplettieren den Adventkalender.

Dazu eine kleine Pinnwand um sich all die wunderbaren Dinge auch noch so richtig vor Augen zu führen. Und man beim Einlösen noch gustieren kann.

Das Einlösen:

Eingelöst wird per Zettelübergabe an einen Elternteil (Nur zur Sicherheit. Sonst werden hier plötzlich nur mehr Palatschinken gegessen. Es sind ja am Ende 48 Gutscheine für uns Eltern bei 2 Kindern. Da ist ein gewisser Überblick gefragt. ;-)
Und die Gutscheine gelten bis Ende der Weihnachtsferien.

Das hat den Sinn meinen sich alles aufsparenden Sohn dazu zu animieren, diese Geschenke an ihn auch tatsächlich zu konsumieren. Zu genießen.
Auch Genuß muss man üben!

Also falls ihr für nächstes Jahr eine harmlose, nette und wertvolle Idee braucht.
Bitteschön!


PS: die Kids planen mittlerweile gemeinsame GutscheintotalTage!
Kinder-ideal-Traumtage werden das!
:-)

Montag, 5. Dezember 2016

Die 6 Dinge, die sich in unserem Leben verändert haben seit wir Katzen haben

Es sind nun etwas über drei Monate. Seither wird hier bei uns miaut. Es kam überraschend schnell. Der Entschluß. Das Suchen. Und das Finden. Und nun leben wir in unser Wiener Wohnung zu sechst. Fußabdrucktechnisch haben wir uns sogar verdoppelt (Schmunzel).

Mein Mann und auch ich, wir hatten zuvor nie eine Katze oder einen Hund. Es war Neuland für uns. Wir hatten viele Bedenken. Für mich ging es viel um Platz und um Gerüche. Für ihn um zusätzliche Arbeit.
Nun, 3 Monate mit James und Vito haben wir jetzt intus. Was hat sich verändert?

1. Die Kinder streiten weniger!

Kein Scherz. Sie sind ruhiger. Sie kommen von der Schule heim und kriechen erstmal eine Weile am Boden rum. Sie tragen die Katzen von A nach B und wieder zurück. Sie füttern, sie streicheln, reden und spielen mit ihnen.
Bei genauerer Betrachtung tun wir das alle. Auch mein Mann und ich.
Das nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass offensichtlich das Streiten zu kurz kommt. ;-)


2. Es ist im Kinderzimmer deutlich mehr aufgeräumt. 

Überraschung! Es liegt kein Lego mehr rum. Es wird durchaus immer noch Lego gespielt, aber es wird am Ende weggeräumt. Das ist neu!
Der Rest liegt immer noch rum. Also Katzen sind kein Wundermittel, aber der Unterschied ist beträchtlich.

3. Es wir mehr gespielt und gelacht.

Die beiden Kater sind ausnehmend unterhaltsam. Wenn sie herumtoben hat das signifikante Ähnlichkeiten mit einem Tom und Jerry Filmchen. Sie rennen auf der Stelle, knallen gegen alles, dem sie in der Hitze des Gefechtes nicht mehr ausweichen können (Und bleiben davon völlig unberührt. Das muss man erst mal kapieren. Katzen zerbrechen nicht an Türen, Tischbeinen oder so. Nö. Superstabil die Dinger!) und finden scheinbar Belangloses faszinierend. Ihre Neugier scheint grenzenlos. Was für mich Dinge wie  Boden aufwischen eigenartig unterhaltsam macht.

Es wird also gelacht. Manchmal laut und schallend, manchmal mehr kichernd und leiser. Dazu kommt, dass - also zumindest der Rest der Familie ICH NICHT - gespielt wird. Also mit den Katzen. Meine Familie riskiert zerkratzte Hände und Füße, läuft lockend durch die Wohnung und hat offensichtlich enormen Spaß dabei. Was, ich gebe es offen zu, mir Spaß bereitet. Die machen sich hier alle total liebevoll zum Dodl. Herrlich!


4. Irgendwie ist mehr Liebe in der Luft.

Okay, wie erklär' ich das jetzt? Wir sind eine herzliche Familie. Hier wurde immer gekuschelt und gebusselt. Dazu kam eben jetzt das Kuscheln mit den Katzen. Ich muss zugeben, dass man ihnen nicht wirklich widerstehen kann, wenn sie da so liegen ... und einfach nur süß sind (Quietsch!) Dann strecken sie sich auch noch und schauen einen so an!

Jeder in der Familie kuschelt mit den Katzen und die Katzen mit jedem in der Familie. Und wenn gerade nicht gekuschelt wird, dann liegt es in der Luft!
Anders kann ich es nicht sagen. Aber es ist nett!

5. Das Badezimmer mieft jetzt manchmal.

Das Katzenklo steht im Bad. Und manchmal, ja, da stinkt's dann im Bad. Wir haben eine Lüftung und einen Spray und kommen damit klar. Als Unterschied ist es aber erwähnenswert. Weil das früher natürlich nicht so war.

6. Man ist nie alleine.

Sind die Kinder aus dem Haus, der Haushalt - vorläufig - erledigt und ich setze mich mal gemütlich hin. Dann kommt kurz danach ein Kater, legt sich neben oder auf mich, schnurrt leise und pennt dann weg.
Das macht das Abschalten für mich enorm viel leichter. Es ist wie Entspannung mit professioneller Unterstützung. Relaxen mithilfe eines Entspannprofis quasi.
Sehr hilfreich!


Sollte unter euch jemand mal darüber nachdenken sich ein Haustier anzuschaffen, dann möge dieser Blogpost als Feldbeobachtung dienen.
Ich hätte mancherlei Info vorab gut gebrauchen können!
Das Nachdenken wäre nicht so zehrend gewesen.
;-)

Mittwoch, 30. November 2016

Nickijacke - das Ersatzteil

Vorweihnachtszeit, 2 Kinder, 2 Katzen, 1 Haushalt, 1 Waschmaschine. Was soll ich sagen. Ach, ich sag' nix. Ich weiß ihr wißt wie es mir geht.

TROTZDEM habe ich die Jacke fertiggestellt, von der ich euch hier ja schon erzählt habe. Ich habe kein Nähzimmer, keine Nähecke. Ich räume jedes mal alles wieder weg, was ich so zum Nähen benötige. Die Stundenpläne der Kinder sind dieses Jahr freundlicherweise so getimet (gesprochen: "getaimt"), dass meine Nähzeitmöglichkeiten auf ca. 20 Minuten am Tag reduziert sind.
Ich könnte natürlich um 5 Uhr aufstehen. Ich könnte natürlich um 23 Uhr weiternähen. Es ist aber nun mal so, dass ich das nicht will. Um 5 Uhr schlafe ich, um 23 Uhr ist Pärchenzeit. Beides ist mir ausgesprochen heilig.

Na und.
Dauert's halt. Wenn das Ergebnis passt, ist's doch wurscht.
Bekannterweise kräht später kein Hahn mehr danach.
Und ich meine, das Ergebnis passt!
Hier kräht nämlich niemand!
;-)





Arbeitszeit: ca. 4,5 h 
Materialkosten: ca.  50 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte:3





Dienstag, 22. November 2016

Das Pflasterdilemma und die Gilmore Girls

Ich bin wieder fit. Der große blaue Fleck ist weg. Schmerzen hatte ich sowieso, abgesehen von den Koliken, nie so wirklich, aber ...
Ich hatte eine ausgesprochen unnötige Erfahrung mit Pflastern. Es stellt sich nämlich heraus, dass frau Pflaster am Finger deutlich besser verträgt als auf dem Bauch. Zieht man sie nämlich von dort genauso runter wie von einem angekratzten Daumen, dann kommt die Haut gleich mit.
Ausgesprochen unangenehm!
So eine Brandblasensammlung in unmittelbarer Wundnähe vereinfacht das Verbinden und Pflegen des eigentlichen Genesungsmittelpunkts nicht wirklich.
Was habe ich geflucht!

Aber abgesehen davon war es wohl das, was man auf der Skala des Leidens, einen Spaziergang nennt. Die Herausforderung bestand eindeutig darin, nicht aufzustehen, nicht Blumentöpfe vom Garten in die Wohnung zu tragen, nicht die Küche umzubauen, nicht nicht nicht.

Und da ich mich kenne, habe ich mich mit Strickzeug und allen Staffeln Gilmore Girls (ich bin noch nicht durch) ans Sofa genagelt. Da in den nächsten Tagen neue Folgen auf Netflix veröffentlicht werden und ich ernsthaft mit dem Gedanken spiele mir dafür den Gratismonat (und dann wieder raus!) zu genehmigen, lag es nahe die Geschichte dem Gehirne wieder in Erinnerung zu rufen. Wo es doch echten Sitz-still-Bedarf gab.


Auf jeden Fall gebe ich hiermit öffentlich Entwarnung. Ich bin wieder okay. Nur Sport mache ich noch nicht. Da sagt mir mein Körper: "1 vielleicht 2 Wochen noch, Süße, dann ist alles paletti!"
Und natürlich führt das dazu, dass ich noch nie in meinem Leben so wahnsinnig dringend Laufen gehen wollte.

Der Mensch ist ein wandelndes Paradoxon!




Montag, 21. November 2016

Vermisst - Verloren - Herzweh

Es musste ja mal kommen. Naturgesetz. Und doch trifft es eine wie mich mitten ins Herz. Wovon ich rede? Die kleine Miss hat vor ein paar Monaten diese Jacke liegengelassen im ORF Funkhaus in der Argentinierstraße (Okay, wenn schon verlieren, dann wenigstens an einem kultigen Ort! Trotzdem! Autsch!)
Nachgefragt, Foto hinterlegt - weg!
Ich habe Monate gebraucht um es zu akzeptieren. Gute Güte, bin ich eine Gluckerl. Ich könnte kein Maler sein, der seine Bilder verkauft. Gebrauchtes, das den Kids nicht mehr passt, ist ja etwas anderes. Diese Dinge suchen eigentlich ein weiteres Leben. Das krieg' ich hin. Scheint emotional logisch.
Aber einfach "aus dem Leben gerissen". Nein. Geht gar nicht! Schmerzen! Trauer! Uff!


Soweit so furchtbar! Aber nicht nur, dass das gute Teil jetzt eben weg ist, nein, es reißt auch eine Lücke in die Garderobe. Danke sehr!
Nun schieße ich aber keine Jacken aus der Hüfte, weil Zipp. Klar? Ich habe kein alle-Längen-alle-Farben-Zipp-Lager, nein, ich plane Jacken.
Stoffauswahl first, dann Kontrast-Bündchen-Farbenwahl (das schreibt sich hier so locker .. isesabernich!). Dazu kommt, dass mein Stofflager beinahe in einen Schuhkarton passt (ich weiß, total untypisch für die "SZENE", aber wer kein Platz hat, muss halt .. ehschonwissen).

Langes Getippe kurzer Sinn - sowas dauert! Wenn man dann noch den obern erwähnten Verlust verarbeiten muss, ist es ja total logisch, dass ich jetzt kurz davor stehe den, an sich dringend benötigten, Ersatz zu nähen.

So weit bin ich schon!

Blau ist das neue grün. (nein, nicht politisch!) Dem Stoff bin ich aus Sentimentalität treu geblieben (und weil die Miss es so wollte). Was genau wie wird, ist noch völlig offen. Ich habe gekramt in meinem kleinen Stoffkisti und das ist was ich aufbieten kann.
Bandito kann kommen!



Freitag, 18. November 2016

Offene Ohren 2 - Dornröschen / Tschaikowski / Lana del Rey

Zugegeben dieses Musikstück ist jetzt keine Herausforderung fürs Ohr. Tchaikovsky geht halt immer locker rein. Auch wenn man kein klassisch geschultes Gehör hat, aber trotzdem dieses Stück hat eine zu gute Geschichte. Deswegen muss es.
Punkt :-)

Diese Stück Musik hat bei mir 3 Stationen. Es ist eine Reise durch die Zeit .. quasi mit Dornröschen.

1. Station: geschrieben hat den Dornröschen Walzer (und um den ging es diesmal) Pjotr Iljitsch Tschaikowski. Das Stück ist aus einem Ballett, das die Dornröschen - Geschichte erzählt. Tschaikowski war Russe. In Russland war Ballett immer schon eine ganz große Sache. Er selber fand, Dornröschen sei sein bestes Ballett gewesen. Wann das war? 1890. Das Stück ist also über 120 Jahre alt. Unser Haus auch .. in etwa!

Sleeping beauty cast.jpg
Bildquelle: Wikipedia
2. Station:
Walt Disney hat 1959 einen Dornröschen - Film veröffentlicht. DEN Dornröschen-Film schlechthin. Ganz Kitsch. Dieses Dornröschen gibt es als Barbie-Puppe. Auch in diesem Film kommt der Tschaikowski - Walzer vor.
Wir haben diesen Film mal geschaut. Aus heutiger Sicht ist er wohl ein wenig alt - also im Stil, wie die Geschichte erzählt wird. Aber dieser Film ist ein Klassiker. Er ist berühmt! (Wichtig ;-)
Der Walzer wird hier gesungen - bezaubernd gesungen!



3. Station:
So und jetzt hole ich für die Eltern ein wenig aus.
Im englischsprachigen Raum ist die böse Hexe aus genau diesem Film noch berühmter und noch "beliebter", als Dornröschen. Maleficent, ist die ideale, böse Hexe. Und, und das ist beachtlich, Maleficent ist verteufelt elegant und sieht eigentlich erstaunlich gut aus. Also für eine Hexe!
In den USA ist Maleficent eine Kultfigur. Zu Halloween ist sie gern und häufig anzutreffen. Maleficent kennt jedes Kind, fürchtet jedes Kind. Und alle Girl-Teenager wollen Maleficent sein.

Aus diesem Grund hat Disney 2014 die Geschichte wieder aufgegriffen. Nur dieses mal hat man eine der besten Drehbuchautorinnen (Linda Woolverton - Interview hier) damit beauftragt, die Geschichte zu verändern und sie so zu erzählen, das man erfährt, warum Maleficent sich zu so einer grausamen Tat hinreißen läßt, ein Baby zu verfluchen.
Und Linda Woolverton hat ganze Arbeit geleistet und eine zauberhafte Geschichte geschrieben und diese wird in Maleficent auch noch ganz wunderbar erzählt. Ich halte den Film tatsächlich für einen der besten Filme des Jahres. Echt sehenswert - speziell als Mama! (winkmitdemZaunpfahl)

Und auch in diesem Film kommt der Walzer von Tschaikowski vor. Lana del Rey soult die Tschaikowski'sche Melodie perfekt zum Filmthema der düsteren Heldin. Der fröhliche Walzer klingt hier ganz anders. Dunkel, cool, sehr lässig!
Was man aus einer Melodie alles machen kann.



Dieser Beitrag war eine "g'mahte Wies'n" (eine gemähte Wiese), denn der Film "Maleficent" ist bei der ganzen Familie beliebt und den Hintergrund zum Song zu entdecken, war für alle interessant.



Mittwoch, 16. November 2016

Ein Näh-Hindernis

Eh Voila, je suis finished!
Endlich habe ich wieder genäht. Warum endlich? Nun, ich war ja krank. Nähmaschinen herumheben war untersagt, ergo habe ich gestrickt. Und dann, dann war das laufende Näh-Projekt mehr ein Näh-Hindernis.
Ich mochte die Stoffe nicht, ich mag den Schnitt nicht (V-Raglan Kibadoo in Langarm ist für mich ein Alptraum. Plusterärmel total! Kurzarm süß, Langarm ächz! Hatte ich vergessen. Weiß ich jetzt wieder.) und dann hat der blaue Stoff auf den weißen beim Waschen abgefärbt (MegaSEUFZ!) .. also warum nähen?

Nun, die kleine Miss geht nicht shoppen. So einfach ist das. Das Zeug dort gefällt ihr einfach nicht. Sie hat da so ihre eigene Kollektion im Kopf. Und an dieser Stelle kommt die kranke Mama ins Spiel. Egal wie unwillig. Da wartet die kleine Miss auch schon 2 Monate - no problem!
Ich gebe allerdings zu, so sehr ich hier auch maunze, das Stoffmalfarbe-Plottern (welch Unwort) das mag ich immer noch.
Magic Moment ist immer der, wenn frau die Folie abzieht. Dann wird aus einem Fleck ein Adler.
Schon sehr lässig!


Wie auch immer: Voila! Je suis finished!

Ab jetzt kann ich entspannt meine Pflicht-Bestands-Wunschliste abarbeiten.
Easy!
;-)



Arbeitszeit: ca. 3 h (viel Auftrennen inkludiert GRRRR!) verteilt über gut 6 Wochen
Materialkosten: ca.  28 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 5



Montag, 14. November 2016

Mapathon - Gut Ding braucht Hilfe!

Diese Woche fand Wien's erster Mapathon statt. Und ich war dabei.
Hehehe! Ich sehe eure hochgezogenen Augenbrauen bis hierher. "Was ist den bitte schön ein Mapathon?", fragen sie.

Nun, ein Mapathon ist ein Treffen von Freiwilligen, die sich für ein paar Stunden vor ihre Computer setzen und Satellitenbilder kartographieren. Von Gebieten von denen es keine Karten gibt (man stelle sich vor?). Gebiete, von denen das Rote Kreuz oder Ärzte ohne Grenzen dringend Karten benötigen um vor Ort zielgenau und möglichst optimiert Hilfe leisten zu können.

Da kann es um Impfprogramme (Afrika) gehen, um Katastrophenhilfe (Haiti) oder um Flüchtlingskoordination. Auf den Satellitenaufnahmen kann man erstaunlich gut erkennen, wo Menschen leben und man kann sehen wie und ob man zu ihnen auf einer Straße gelangen kann. 
Und das habe ich diese Woche gelernt.


Das spielt sich dann so ab:
man meldet sich an, loggt ein und dann wählt man ein Projekt (wir bekamen eines zugewiesen in Zimbabwe - HIV und Tuberkulose-Patienten Versorgung). Dann schaut man also auf so ein Satellitenbild, das da in etwa so aussieht ...


... frau markiert dann eben diese Strohhütten (rechts im Bild) und die Straße bzw. den Pfad dahin. Dann schiebt man das Bild weiter nach rechts, links, rauf, runter. So markiert man sein komplettes Quadrat auf der Landkarte.
Hat man das fertig markiert (Anmerkung: auf manchen Quadraten in Zimbabwe ist außer ein paar Straßen nix. Niente. Nada.), markiert man dieses Quadrat als fertig. Und dann kontrolliert das noch ein Könner kurz drüber, gibt bei Bedarf Feedback etc.
Auf diese Weise füllen sich mit der Zeit viele kleine Landstückquadrate. Bingo. Das ist es!

Und ja, natürlich braucht das einiges an Übung. Aber man ist nicht alleine. Es gibt Unterstützung auch online, wenn man alleine zuhause herumkartographiert. Am Anfang macht man halt mehr die "einfachen" Sachen.

Flussbett mit nix
Persönliche Zusammenfassung:
Mappen hat was Meditatives. Ein bißchen wie Stricken, nur dann doch ein wenig anstrengender. Es hat mich allerdings tatsächlich persönlich berührt diese Hütten, Scheunen oder Schulen von oben zu sehen (Schulen sind vorab meist schon gekennzeichnet). Das hat schon was von "ins Wohnzimmer von Fremden reinschauen".
Aber eben so ganz andere Wohnzimmer. Kann ich vermitteln, was mich berührt hat? So weit weg, so ganz anders und doch ganz eindeutig .. Menschen! Selbst per Satellitenbild ist das zu erkennen.

Sachen gibt's!



Bericht vom Mapathon: https://futurezone.at/digital-life/erster-mapathon-in-oesterreich-kartieren-fuer-aerzte-ohne-grenzen/229.654.629

http://www.missingmaps.org

Wenn sich wer genauer interessiert, bitte mich anmailen. Das erklär' ich hier nicht so tralalalaaa. Nicht superkompliziert an sich, jedoch nicht so blogtauglich ;-)



Mittwoch, 9. November 2016

Von wegen Aliens

All die Aufregung und dabei sind da gar keine Grenzen!
Ich weiß, das ist eine große Message für die Menschheit, wo sie doch seit Jahrtausenden auf das Konzept "Grenzen" setzt. Mittlerweile glauben ja alle dran. Aber wenn man genau schaut, dann kann man sehen:


Es ist EIN Planet. 


Montag, 7. November 2016

Offene Ohren oder die Sache mit der Klassik

Ich hatte das Glück in meiner Kindheit durch meine Mutter einen Zugang zu klassischer Musik zu erhalten. Es lief bei uns zwar viel Radio und der Hauptanteil der familiären Gesamtbeschallung war poppig, rockig geprägt, aber ab und dann, legten wir Platten auf und da waren eben Stücke, die so aus dem Radio nicht zu hören waren.


So kam es, dass mein Ohr als Teenager einfach offener war, als das meiner Klassenkollegen. Nicht falsch verstehen, ich bin brav vor dem Radio gesessen und habe die Hitparade auf Kassette aufgenommen, war ganz Aug' und Ohr, als MTV die Bühne betrat, aber, meine Ohren verschlossen sich eben nicht automatisch, wenn etwas Klassisches an sie herantrat.

Irgendwann dann fing ich an zu singen, abseits der Dusche, in einem Chor.
In meinem Chor waren alle meine Freundinnen. Er war der große, soziale Mittelpunkt in unser aller Leben. Eines Tages dann erweiterte sich unser Gospel, Lieder & Musical Repertoire und wir sollten Mozart's Requiem einstudieren.
Ich war eine der Wenigen, die das Stück überhaupt kannte. Es gab viele gerümpfte Nasen. Klassik. Igitt!
Tja, und dann passierte, was unweigerlich passiert, wenn man sich mit einem Stück Musik näher beschäftigt, über Monate, Note für Note, Ton für Ton, Klang für Klang. Wir verliebten uns! Hals über Kopf. Und unwiederbringlich. Mozart eroberte uns im Sturm. Und wir ihn. Denn wir waren gut. Richtig fetzig. Kraft, Energie. Wir haben das Ding gerockt. Es war einfach nur geil!

Es gibt viele Stücke, die wir noch gesungen haben und wenn ich sie heute höre, dann bringt diese Musik meine Seele zum Schwingen, wie es eben nur diese Art von Musik vermag.

Ein paar Takte aus Mendelssohn's Elias - Meine Stimmlage: Alt
Ich erzähle das hier, weil es wichtig ist meine Motivation zu verstehen. Heute bin ich die Mama und deswegen erklingt bei uns im Haus regelmäßig klassische Musik. Weil ich meinen Kindern diese Welt offen halten möchte. Ich liebe es, wenn sie Musik hören. Egal was, egal wie laut. Ich möchte einfach nur, dass ihre Ohren sich nicht in Ignoranz verschließen, wenn Musik auf sie trifft, die nicht aus der Hitparade oder irgendeinem hippen Album stammt. Deswegen bin ich da bewußt aktiv.
Keine Ahnung, ob jemals ihre Seelen so tanzen werden, wie es die meine tut, aber die Möglichkeit würde ich ihnen gerne offen halten.

Projekt "offene Ohren"

Meine Herangehensweise:

Es ist für meine Kinder immer wichtig gewesen, wenn etwas - wasauchimmer - weltberühmt ist.
Der Eifelturm.
Berühmt.
Michael Jackson.
Berühmt.
Star Wars.
Berühmt.
Alles ist immer gleich ein wenig wichtiger und interessanter, wenn ich versichern kann, dass viele viele Menschen dieses Buch/Film/Musikwerk/Person kennen.

Also steige ich auf diesen Zug auf.
Berühmte Musikwerke, die man durchaus kennen sollte. Mit einem Hauch Zusatzinfo. Fun Facts. Videos. Gossip. Wasauchimmer!
Just for fun! No strings attached. Nur Ohren offen halten.

 Begonnen haben wir mit dem Halleluja aus Händels Messias. Ein Brüller!


Hier die Info, die ich dazugegeben habe (kindverständlich):

Damals, also 17hundertirgendwas, da gab's kein Radio, da hat man sich keine Musik zu Haus angehört, während man Lego gebaut hat oder so. Damals gab's Musik nur, wenn man sie gemacht hat. Selber. An einem Instrument, oder gesungen. Und natürlich gab es Leute, die auf der Straße gesungen haben. Irgendwie so wie heute auch, nur ungleich wichtiger, wenn man Musik mochte.
Und natürlich gab es Musik in der Kirche. Und das war dann nicht nur ein Typ mit 'ner Gitarre (ja, ich weiß, war keine Gitarre). In der Kirche war aber richtig große Show; ein Orchester und ein Chor. Das war quasi wie Disco!
In heilig halt.
Man stelle sich vor wie sehr das reingefetzt haben muss. Dieses "Halleluja", dieser Rocker! Die Mähr will es, dass König George II angeblich vor Begeisterung aufgestanden ist, als er es das erste mal gehört hat. Und weil niemand sitzt, wenn der König steht, standen alle auf. Bis heute hat es sich daher erhalten, dass in britisch angehauchten Gegenden des Globus die Besucher des Messias aufstehen, wenn das Halleluja erklingt.

Das hat ihnen, meinen Kindern, gefallen.
Aber noch besser fanden sie den Halleluja - Flashmob im Einkaufscenter.



2 Tage lang hat es hier im Haus regelmäßig ge"Halleluja"t, weil ich das so wollte und dann ist es passiert. Mein Sohn summte es bei der Autofahrt.
Bingo!


Halleluja Zusatzinfo:
Das Halleluja ist aus dem Oratorium "Messias" von Georg Friedrich Händel. Und ja, auf den Bildern sieht der Händel aus wie der Bach! Der Messias ist irre lang. Echt jetzt. Das Halleluja ist das 39. (!) Stück im Messias und dann ist es immer noch nicht aus!
Mehr dazu hier bei wikipedia - Messiah!


Lang habe ich gesucht.
Hier ein Scan eines Fotos von mir im Chor!
MeinGottistdaslangeher!

Mittwoch, 2. November 2016

margaret thatcher is 110% sexy

Festhalten, das wird einer meiner nerdigen Computer-Internet-Sicherheit-Posts. Aber wichtig! Definitiv. Also durchhalten. Ihr seid danach klüger und informierter.

Am Freitag den 21. Oktober gab es einen Hacker-Angriff auf die Firma Dyn (gesprochen Dain). Dyn ist ein Serveranbieter. Und zwar nicht irgendeiner. Ein verflucht Großer. Firmen wie Amazon, Twitter, Spotify und Paypal haben ihre Seiten auf Servern von Dyn liegen.
Der Angriff an besagtem Freitag kam in mehreren Wellen und legte über mehrere Stunden genannte Seiten lahm. Man kann sich vermutlich nur ansatzweise ausrechnen, was es amazon kostet über ein paar Stunden nicht erreichbar zu sein.

Prinzipiell ist neben einer schadhaften Software, die man irgendwie auf ein Gerät bringt, der Weg einen Server außer Gefecht zu setzen jener ihn mit massenhaften Anfragen zu überlasten. Und massenhaft heißt hier echt massenhaft. Ein Server dieser Größenordnung geht nicht in die Knie, wenn 1000 Leute gleichzeitig shoppen. Klar soweit?

Warum ich diesen Angriff aber erwähne; weil er besonders war.
An dieser Stelle kommt unser Alltag ins Spiel.
Dieser Hackerangriff bediente sich einer Heerschar netter Komplizen aus alltäglichen Geräten, die in unseren Haushalten stehen und die mit dem Internet verbunden sind. Im "Internet der Dinge" kann man ja heutzutage Kühlschranke, Zahnbürsten und weiß der Kuckuck noch was ans Netz anschließen.
Aber so exotisch muss man gar nicht werden um zum Hacker-Mittäter zu werden.
Viele Leute haben ihre Fernseher ans Netz angeschlossen, andere tragen Fitnessarmbänder, die verbunden sind und vom WLAN-Router, der SAT-Schüssel und der Webcam will ich gar nicht erst anfangen.
10 Millionen solcher Geräte wurden geknackt, denn auch sie haben einen IP-Adresse und somit kann man sie per web kontaktieren. Das haben die Hacker gemacht. Sie haben einfach alles kontaktiert, was sie finden konnten und dann die gängigsten Benutzernamen und Passwörter ausprobiert (Autsch! Das tut weh!). ... bitter.

10 Millionen Geräte in etwa konnten sie so rekrutieren und per Mausklick dann alle auf einmal auf die Server von Dyn loslassen. Anfragen in Endlosschleife von 10 Mio Geräten. Jackpot!

Könnt ihr erahnen, was ich euch damit sagen will? Okay, wir wissen amazon war down, Paypal und twitter auch. Aber wir wissen nicht wer das war und wir wissen auch nicht wozu es gedient hat. War es ein Staat, der einem anderen ein Haxerl stellen wollte. Oder war es das organisierte Verbrechen, das seine Schutzgelderpresserflagge bei ein paar großen Konzernen ins Fenster stellen wollte. Frei nach dem Motto: wir können das beliebig lange machen, wenn ihr nicht ... ehschonwissen.
Wie auch immer. 10 Mio Geräte waren daran beteiligt (und nein, es gibt keine Liste, welche genau).

Was könnt ihr tun um zu verhindern, dass quasi die Mafia euren Router verwendet um Schutzgeld zu erpressen? Oder China die USA. Oder whatever?

Nun, ihr könnt euch gescheite Passwörter zulegen. So einfach!
Das Internet entwickelt sich ständig weiter und während wir gemütlich online-shoppen und Zeitung lesen, haben alle anderen ihre Hausaufgaben gemacht. Die Sicherheitsdienste, die Guten und die Bösen. Die vor allem.  Für die sind wir ein ahnungsloser Haufen an Nutzern. Perfekt!

Ein gutes Passwort macht einen zwar nicht unbesiegbar, aber dann doch so uninteressant in der Masse an leicht-knackbaren-Zugriffen, dass man bei böser Absicht eben links liegen gelassen wird.
Und mehr will man ja schon gar nicht ...

Hier ein kurzer Ausschnitt aus einem Interview mit Edward Snowden zum Thema Passwort. Und ja, Snowden ist so ein trockener, supertrockener .. ächz ... Mathematiker. Menschlich total ... öd und interessant gleichzeitig. Egal, von Passwörtern versteht er was.



Ich denke das kann man sich zu Herzen nehmen. Für all die Bequemlichkeiten, die das Netz so bietet, kann man sich ja wohl eine Handvoll echter Passwörter überlegen.

Und danach kann man sich entspannt zurücklehnen.
(Okay! Eventuell notiert man sich das wo ... auf PAPIER.)
Nur mal so
I thought you should know
:-)

Freitag, 28. Oktober 2016

Auf meinen Nadeln - vom coolen warm


 Ich stricke Socken. Für mich. In Grau. Ja, ich höre euch stöhnen! Passt halt überall dazu. Und schaut dabei cool genug aus. Also soweit man mit selbstgestrickten Socken cool ausschaut. ;-)

Und ja, ich erkenne den Widerspruch: cool und dann doch der Bedarf nach warmen Füßen!
He! Ich habe nie gesagt, ich wäre einfach. Oder simpel. Oder gar: leicht zu verstehen.

Außer wenn ich hungrig bin.
Ja, wenn ich hungrig bin, bin ich ausnehmend geradlinig gestrickt!
HA!



Eigenes Model
Wolle: Lana Grossa selbstgekauft, selbstgewählt

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Meine Inspirationsquelle - Glitzerblume

Vorab kurz: Merci, merci very much ihr Lieben für all die freundlichen Genesungswünsche. Ich genese eifrig vor mich hin. Eure netten Worte sind pure Medizin. Danke von Herzen.

Heute habe ich dafür auch etwas Spezielles für euch:
Meine Inspiration, meine Startlinie, meine Sonne. Während die Nähbloggeria einer gewissen Einfallslosigkeit zum Opfer fällt, liebe ich noch jene Leute, die ihren eigenen Stil haben. Die aus einem T-Shirt mit einem 10-Jahre alten Schnittmuster etwas besonderes machen. Durch ihren Stil, ihre unerwarteten Farbkombinationen, ihren Look. Mehr Anspruch habe ich diesbezüglich gar nicht.
Und Margarethe Lechner ist in diesem Sinn meine Nummer eins.


Margarethe ist Glitzerblume. Das sagt womöglich der einen oder anderen schnittmustertechnisch was. Bei Farbenmix sind Bo, Bandito oder Tomboy ja Klassiker. Margarethe ist Näh-Autodidakt, so wie wir fast alle ja auch. Was die meisten aber nicht kennen ist ihr unglaublich bunter Stil. Unglaublich cool. Unglaublich frisch.


Ich habe zu nähen begonnen, weil mir ihre Sachen gefallen haben. Und weil mir das Zeug in den Geschäften schlicht zu fad, furchtbar und einfallslos war. Dann lieber nähen lernen. Tutorial nach Tutorial. Nähen in Slow Motion - also aus der heutigen Sicht.

Und bis heute hat sich das nicht geändert. Der Flickr-Stream von Glitzerblume ist der einzige, dem ich folge. Ich brauche dazu keine Benachrichtigung, ich schaue selbstständig immer wieder nach. Und immer wieder ist etwas Neues da. Eine Tasche, eine Mütze, ein Schal, ein Mantel. Margarethe hat 3 Kinder und offensichtlich näht sie reichlich.


Während der Prozentsatz der Blogs, die alle dasselbe Shirt nähen steigt und damit die Vielfalt geradlinig den Bach runtergeht, finde ich bei Margarethe immer etwas, das geradlinig nur insofern ist, als es ihres ist.

Sie pimpt Jacken und Shirts als gäbe es kein Morgen und die Ergebnisse finde ich genial. Sie mixt Farben, läßt Bündchen weg oder macht einfach Mehrfach-Bündchen. Alles wirkt wild und willkürlich und sehr kreativ.
Scheu vor einer Kontrastnaht ist ihr systemfremd.


Ab und dann schmeißt sie ihre Reste auf eBay und einmal habe ich eine Jacke ergattert, die, es ist beglückend peinlich, meine Tochter schlicht nicht anziehen wollte, weil ich sie nicht genäht hatte. Mein Fan-Herz blutete, mein Nähmama-Herz tanzte vor Glück. Und ich gebe zu, dass ich die Jacke eigentlich ja auch für mich ersteigert hatte.

Sollten euch die Teile in diesem Post gefallen, dann lege ich euch hiermit inniglichst den Flickr-Stream von Glitzerblume ans Herz. Psst! Nur zwischen euch und mir, bitte! Glaubt mir, da klickt man ein Weilchen rum und dann will man in der Stoffkiste wühlen gehen.

Statistisch erwiesen!


Strickwerke findet man auch - Vorsicht Infektionsgefahr! - und was mich gerade ganz wahnsinnig juckt unter der Nähnadel ist so ein Schal wie auf dem folgenden Bild hier! Loop ist ja heute jeder! (genervtes Abwinken ;-) Das kann ich nicht mehr sehen. Und für so ein Teilchen hätte ich da einiges stofflich verwertbares rumliegen.
Ein paar kesse Reste, Kontrastnähte, etwas Schnick hier und noch ein bißchen Tüdeldidü da ... uiui .. meine Haare fangen an zu tanzen, wenn ich zulange daran denke.

Zudem ich ja noch nicht recht wieder einsetzbar bin und auch ganz brav meine Socken stricke (aber he, die pimp ich mir sobald fertig, bis bis ... ah, kreisch , nur dass ihr's wisst!). Also eines nach dem anderen.


Okay, zusammengefaßt:
Da es Inspirationstechnisch hier in der Bloggeria eher dünn gesät ist, lege ich euch heute hier und jetzt meinen Nullpunkt, meinen Urknall ans Herz.

Laßt euch etwas anfärben von diesem Farb- und MustermixJuwel. Es wird euch stehen, wie das Leuchten in euren Augen!
*-)



Bilder zu diesem Post aus dem Flickr-Stream von Glitzerblume mit freundlicher Genehmigung von Margarethe Lechner.




 
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