Montag, 11. Dezember 2017

Wenn der Streß kommt - was frau nicht tun sollte


Neulich habe ich eine Woche nicht gebloggt. Einfach so. Ist ja mein Blog. ehklar. 

Nur; so geradlinig, wie sich das anhört, ist die Sache gar nicht.
Mein Leben, das analoge, 1.0 wie man so häufig liest, "the real life", das fordert vor Weihnachten immer einiges. An Zeit, an Nerven und was halt so gerade anfällt.

Dazu natürlich noch der Haushalt, die Kinder, ach, wem erzähl' ich das! Ihr wisst wovon ich rede.
Nun ist es doch so, dass ich in den letzten Jahren immer sehr auf mich geschaut habe in all der Action. Eigentlich ist nämlich dieses ruhige, kuschelige Bild dieser Zeit ganz mein Ding. Kerzen, Kipferln, Kuscheldecke .. 100 Punkte!

Und weil die Realität anders aussieht, da kam der Blog eben ganz einfach zu kurz .. ist man leicht versucht zu sagen/schreiben. Bloß - und jetzt kommt's - der Blog ist mein Hobby, mein Ding, meine Zeit für mich und als ich neulich mit Birgit darüber telefonierte, da viel es mir von den Augen wie der Zucker vom Keks.

ICH HABE MEINE ZEIT FÜR MICH GEKÜRZT!

Und wenn ich etwas gelernt habe in den letzten zehn Jahren, wenn ich eine Sache erkannt habe, die wirklich wichtig ist, dann ist es die, dass ich meine Zeit für mich brauche um entspannt und ausgeglichen zu sein.
Nur dann bin ich auf Dauer ein Mensch mit dem ich selber gerne Zeit verbringen würde. Dann bin ich eine coole Mama, eine schicke, selbstbewusste Frau und eine starke Partnerin.
Wenn ich anfange, meine Zeit für mich zu reduzieren, nur um die Wäsche doch noch wegzuräumen, ein Geschenk für den Bekannten XY zu besorgen oder sonst irgendeinen Kram, der halt gerade so enorm wichtig scheint, dann stelle ich mich selber nach hinten.

UND DAS IST FALSCH!

Als Mutter, als Frau, als Mensch habe ich eine enorm wichtige Rolle und um diese vollen Herzens erfüllen zu können und auch daran zu wachsen und mich daran zu erfreuen, dafür muss ich nicht nur fit sein, sondern auch einigermaßen im Einklang mit mir selber.

Eine viel zu lange Zeit habe ich mich stets hintangestellt und ich werde in dieses Muster nicht wieder zurückfallen. Schon gar nicht wegen eines Haufens naßer Wäsche, eines Kindergeburtstags, der dritten Weihnachtsfeier oder eines Elternsprechtags.

Ich habe es gelernt, wieder erkannt und möchte es euch mitgeben.
Achtet auf euch!
Gerade jetzt!



Donnerstag, 7. Dezember 2017

Sweaterjacke - Homefeeling

Es wird kalt. Wien hat sich den Hochnebel angezogen und die Leute verkriechen sich in ihre Herbstdepression.
Ich nicht. Ich hole die Kerzen raus, ziehe mir meine Filzpatschen an und stricke mich durch die Vanillekipferln!

Man ist, was man drauß macht!


Ich finde Kälte zwar nicht ... naja angenehm, aber dann muß frau sich eben mehr anziehen. Womit wir bei meine Feel-good Nähprojekt für die zu-Hause Garderobe wären.

Meine Kuscheljacke!


Grundsätzlich dominieren in meiner Garderobe ja die erdigen und dunklen Töne. Für zu Hause gebe ich mich aber in Hell.

Dazu passend habe ich mir jetzt diese Sweatjacke genäht. Komplett gefüttert. ECHT WARM!
Ich bin sehr zufrieden. Sie sitzt gut und sieht erstaunlich lässig aus! (Ich komme ja gemustert für gewöhnlich überhaupt nicht gut rüber .. )

Meine Tochter hat der Jacke jedoch auf Anhieb das Prädikat "Ganz du" verliehen. Und auch meine Meinung ist positiv.

Bleibt mir nur zu sagen:
"Wer hat die Vanillekipferln aufgegessen?"

Schnittmuster:
von einer alten Jacke abgezeichnet und ein wenig erweitert (wegen der 2 Schichten)
Stoffe:
Die Blätter von byGraziela habe ich vom Stoffladen in Baden
Das Futter: Plüsch von Biostoffe
alle selber ausgesucht und bezahlt

genäht nach dem Wendejacken-Tutorial von Bienvenido Colorido




Arbeitszeit:  4 h 
Materialkosten:  ca. 75 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2







RUMS  

Montag, 4. Dezember 2017

Zwei Zeile pro Film - MOVIETIME November

Neulich geschaut, einiges zum ersten mal, einiges wieder. Eine Zeile pro Film. Als Anregung für euch:



GRAVITY :
Spannung pur! Nix für gemütliche Abende. Überlebenswille-Doku mit unglaublich geilen Bildern von unserem Planeten.

Die fabelhafte Welt der Amelie :
Seufz! Kreativität in der Erzählart, im Bild wie auch dem Realitätseinbau. Ein traumhaft, leicht verrückter Film. Und die MUSIK!!!

LION :
100% Taschentuchbedarf. Erschütternde Bilder, trotzdem eine liebevolle sehr behutsam erzählte Geschichte. Berührend in jeder Hinsicht.

Julie & Julia :
Die Geschichte finde ich ja wenig bemerkenswert, aber Meryl Streep ist einfach nur wunderbar. Als riesengroße, laute Amerikanerin, die in Frankreich kochen lernt.


Freitag, 1. Dezember 2017

Gelesen KW 48 - Erdbebensaison

Erdbeben kann man schwer vorhersagen, aber man kann sie gut dokumentieren und in diesem Zeitbuch dann, wenn es sie gibt, Muster und Regelmäßigkeiten erkennen.

Denn die scheint es zu geben.


Wissenschaftler der University of Montana haben alle Aufzeichnungen ab 1900 analysiert und meinen etwas zu erkennen. Alle paar Jahre steigt die Zahl der starken Erdbeben pro Jahr ihrer Analyse zufolge deutlich an. In einem durchschnittlichen Jahr finden im Schnitt um die 15 Beben, die Stärke 7 und mehr erreichen, statt.
Und dann gibt es Jahre da sind es dann zwischen 25 und 30 davon. Das ist ein erheblicher und auffälliger Anstieg.

Nun geht diesen Jahren etwas voran, dass man messen kann.

Dazu muss man kurz ein wenig ausholen:
Der äußere Erdkern ist flüssig. Zähflüssig. Er ist etwa 2.200 km dick und wabert ein wenig. Soll heißen, das ist nicht eine glückliche Kugel, die still vor sich hinexistiert. Da bewegt sich einiges. Und hie und da, da schwappt diese Flüssigkeit ein wenig aus. Quasi.
Diese Auswabern, dieser temporäre Hügel, oder wie man sich das vorstellen darf, der führt dazu, daß sich die Geschwindigkeit, mit der sich unser Planet um die eigene Achse dreht, verändert.
Hehehe!

Mal sind wir einen Tick schneller, dann wieder einen Hauch langsamer. Je nachdem. Und wenn ich sage Tick, dann passt das ganz gut. Wir reden hier von einer Millisekunde in einem Jahr. Also nix, was man real spüren oder bemerken kann, außer man ist eine Atomuhr ;-)

Nochmal: es wabert und als Folge wird die Erde langsamer oder schneller. Und dieses "langsam oder schnell" kann man heutzutage messen. und dann?
Ja, dann dauert es bis die Energie, die dieses Wabern freisetzt, durch den Erdmantel durchwandert. 5 bis 6 Jahre. Solange dauert bis es bei uns oben ankommt, so die Meinung der Wissenschaftler.
Tja und das bedeutet: Erdbeben. Starke Erdbeben und eben deutlich mehr, als in einem gewöhnlichen Jahr.

Und jetzt kommt's: das letzte mal als sich der Planet verlangsamte, das war 2011 und die starken Beben in Mexico City am 19. September, an der Iran-Irakischen Grenze am 12. November und in Neu Kaledonien am 19. November. könnten der Anfang sein von einem "viele-Beben-Jahr". Alle Beben waren stärker als 7.

Womöglich muss man sich im kommenden Jahr also fest anschnallen. Wobei die Wissenschaftler nicht nur den Zeitpunkt zu erkennen meinen, sondern auch den Ort. Und sie prognostizieren die meisten starken Beben rund um den Äquator.

Nun ist diese Zusammenhangskette noch Theorie und es ist eben nicht gesagt, dass es sich genauso verhält, wie ich es hier jetzt wiedergegeben habe. Um diese Theorie zu bestätigen, bedarf es mehr Daten. Und die wird, wenn es denn stimmt, eben erst die Zukunft bringen.

Aber ein interessanter Gedanke ist es allemal!

Gelesen im Time Magazine

Donnerstag, 30. November 2017

November 12-tel Blick

Na endlich kann man sich in Wien entspannt der Depression hingeben! Hochnebel, feuchtkalt, ein bissi Wind. Keine Sonne, kein Blau.
Ganz Wien!


Persönlich bin ich ja der Meinung, dass jeder Mensch einen Monat Wien-Depri braucht. Weil man nämlich das Grauslich braucht um das Nicht-Grauslich zu schätzen! Wir sind ja alle viel zu verwöhnt.

Wobei ich ja immer noch mitten in einer Kitschkugel lebe und Wien halt höchst elegant in die Depri-Saison geht.
Und wem das zu negativ ist, der geht auf einen der X Christkindlmärkte, gönnt sich einen Punsch, einen Glühwein oder zwei und wankt im Anschluss durch die Lichterketten-geschmückte-Umgebung Richtung Bim. Kriegt in derselben dann einen Hitzekoller, weil dort die Heizung läuft und die anderen Glühwein-Menschen auch nicht gerade zur Kühlung beitragen. Um das ist leichter zu ertragen, holt man die gebrannten Mandeln aus der Tasche und zerknurpst sich genüßlich den Heimweg!

Das ist alles in diesem Foto drin!
Ihr müsst nur tief genug hineinschauen.
:-)





Montag, 27. November 2017

QR - Code Schnitzeljagd

Kindergeburtstagsparties. Sie gehören zu den Dingen im Leben von Eltern, die im Kleingedruckten des Schwangerschaftstests eine extra Erwähnung haben sollten.
Fix.
Denn irgendwie muss man IMMER entweder ein Geschenk für ein befreundetes Kind organisieren (Nicht zu teuer, genau das Richtige UND auch eigentlich schon gestern!) oder - und das ist um ein Vielfaches mehr belastend - selber eine Party schmeißen.

QR-Codes, Kindergeburtstag, Party


Nun gibt es ja in Wien geradezu überall die Möglichkeit eine Party zu buchen. Jedes Museum, jedes kleine irgendwas bietet Kindergeburtstage an (vom Bäcker bis zum Innenarchitekten .. wir kennen alles). Hat man 2 Kinder dann erlebt man auch die allermeisten davon. Denn die Eltern sind in ihrer Not verzweifelt und buchen, was sie zwischen die Tasten bekommen können.

Auch ich habe das schon gemacht. Aber, und ich bin nicht minder stolz, das so schreiben zu können, die besten Parties, DIE SCHMEIßE ICH SELBER!
:-)


Die eine oder andere Leserin erinnert sich an die Star Wars Party, die Eiskönigin-Party und, mein ganzer Stolz, vor nunmehr gut 2,5 Jahren die QR-Code Party, die ich für meinen Sohn organisiert habe. 6 Burschen, 3 Stunden, die Wiener Innenstadt.

Nun ist meine Tochter so alt, wie mein Sohn damals war und verrückterweise kannten einige der Mädels in ihrer Klasse, jene Party meines Sohnes.
Gute Güte, was bin ich stolz darauf!

Also, habe ich eine Version erstellt für die Mädels und für November und 6°Celsius.
Und ich möchte euch diese Sache liebevoll und ernsthaft ans Herz legen!



QR Codes habt ihr alle schon gesehen und der Großteil findet diese schwarz-weißen Quadrate nur hässlich und ignoriert sie (also, so verhält es sich mit mir ;-)

TEXT

In den allermeisten Fällen befindet sich hinter einem QR-Code eine Webadresse. Aber, man kann auch nur Text in einen QR-Code verwandeln. So habe ich hier "QR Code Party" in einen QR-Code verwandelt.

Ich habe diesmal diese Seite benutzt um die Codes zu erstellen. Man muss sich nicht registrieren und es ist kostenlos.

Ihr überlegt euch also, wie was wo eurer Code sagen soll und macht daraus ein Kästchen.

Ausdrucken. Wer will laminiert (wetterfest). Bingo.

BILD aus dem Web

Weiters kann man Hinweise per Bild geben.
Will ich zum Beispiel, dass sie den Stephansdom besuchen, dann such' ich mir im Netz ein Bild von ihm raus.
Schaue mir das Bild an! Das Bild, nicht die Website!
Und der Link des Bildes, DEN verwende ich um einen QR-Code zu erstellen.
So stelle ich sicher, dass die Kids nicht irgendwelche komischen Seiten aufrufen und irgendwo auf dieser ganz unten ist dann das Bild.


Wollt ihr ein Bild verwenden vom Wirtshaus bei euch im Ort, oder vom Spielplatz um die Ecke, dann müsst ihr dieses Foto erstmal selber machen und es dann im Web online stellen.
Das klingt wahrlich komplizierter als es ist.

EIGENES BILD

Ihr macht also euer Foto und dann geht ihr z.B. auf imgur. Dort lädt ihr euer Foto hoch (ihr müsst keinen Account anlegen, einfach auf "new post" klicken) und habt sofort einen link dafür ...
Naja und den macht ihr dann wieder zu einem QR-Code .. easy!



Zum Erstellen der Codes benötigt ihr Internet-Zugang, einen Computer und einen Drucker. Wenn ihr wollt auch ein Laminiergerät.
Zum Anbringen der Codes (und zum leichten Entfernen) haben wir immer Maler Krepp verwendet. Das kann man ohne Schere abreißen, so braucht man nicht mit Werkzeugkiste ausrücken um die Codes irgendwo anzukleben.

Zum Lesen der Codes benötigen die Kinder ein Smartphone mit Internet-Zugang und einer QR - Reader App drauf.

Anmerkung:
von insgesamt 10 Kindern, mit denen ich diese Art Rätselrallye gemacht habe, hatten 2 ein Smartphone mit Netz-Zugang. Meine Kinder hatten das nicht. Ich habe für die Dauer der Aktion stets mein Handy hergegeben. Ich war ja sowieso die ganze Zeit dabei und konnte aufpassen. (sowohl auf die Kids, als auch mein phone ;-)

Die Planung der Route geht erstaunlich rasch. Allerdings empfehle ich die Route vorher einmal abzuspazieren. Dafür müsst ihr euch Zeit nehmen.
Weiters müsst ihr die Codes anbringen - vorher!
Da wir unsere Kinder durch die Wiener Innenstadt geschickt haben und dieselbe niemals menschenleer ist, konnten wir die Codes nicht lange vorher aufkleben. Da hätten wir womöglich ein paar Touristen verwirrt ;-) oder die Codes wären womöglich nicht mehr da gewesen.
Also haben wir beide male die Sache zu zweit abgewickelt. Mein Mann immer so 10 Minuten vor uns. Ich mit dem Suchtrupp hinterher.

Das, was ihr braucht, ist also ZEIT!

Ich kann mir allerdings vorstellen, dass draußen am Land, die Codes auch tagelang wo kleben könnten ohne, dass das jemand bemerkt.





Ich habe diese Party mittlerweile 2x veranstaltet. Einmal bei 32°C im Juni und einmal bei 6°C im November. Einmal mit 6 Burschen, einmal mit 4 Mädels. Alle Kinder waren in der 4. Klasse Volksschule. Viel früher würde ich es nicht empfehlen.

Die Dauer

Ich bin die Strecken bei beiden Parties ein paar Tage vorher einmal abgegangen. Im Wesentlichen um zu Schauen, was man denn sieht, wenn man wo steht. So habe ich entschieden, welcher Hinweis an welcher Stelle gegeben wird.
Die Zeit, die ich dafür gebraucht habe, hatte allerdings keinen Aussagewert darauf, wie lange die Kinder dafür benötigen.

Zum einen laufen Kinder ständig. Zum anderen tendieren sie dazu an den eigenartigsten Stellen Pausen einzulegen (Rasensprenger im Sommer, Enten füttern im Winter).
Das Wetter spielt dabei mit Sicherheit eine nicht unwesentliche Rolle dabei. Kurzum es ist nicht wirklich vorhersehbar, wie lange sie brauchen.

Die Burschen waren gut 3 Stunden unterwegs - die Mädels nur 2 Stunden (davon aber gut 45 Minuten im NHM!). Die Mädelsroute war aber, aufgrund des Wetters, kürzer angelegt!

ANMERKUNG: die Burschen hatten zusätzlich eine Wien - Karte, in die sie auch die Route dann eingetragen haben!


Die Sache mit dem Laufen

Es scheint unnötig zu erwähnen, dass die Kinder tendenziell aufgeregt sind. Es ist ihnen wirklich wichtig, diesen Code zu finden (Der natürlich nicht auf den ersten Blick zu finden ist!). Der, der Scannen darf, ist für eine Minute die Mitte des Kinderparty-Universums.
Cool!

Kaum haben sie den Hinweis gesehen und verstanden, wohin sie müssen ... RENNEN SIE LOS!

Hier habe ich einen Unterschied bemerkt. Ob das am Wetter oder an der Gruppe der Kinder lag, kann ich nicht sagen.
Meine Erfahrung ist wie folgt. Die Burschen sind die gesamte Strecke gesprintet. Immer. Ich war höllisch froh, dass ich den Roller dabei hatte. Ich weiß nicht, ob ich das durchgestanden hätte (ich hatte immerhin Verpflegung für 6 Mann am pitschnassen Mama-Rücken - bei 32°C).

Die Mädels haben sich gegenseitig gebremst.
Der Startschuss ging ihnen zwar immer in die Beine - soll heißen, sie sind jedesmal losgelaufen - allerdings haben sie sich auch jedesmal selber wieder zurückgepfiffen. Ob sie lauf"fauler" sind, möchte ich so gar nicht sagen. Ich denke eher, dass es sich mit Mantel, Mütze und Co. einfach nicht so nett läuft.

Langsam waren sie aber deswegen keineswegs!



Man kann diese Schnitzeljagd natürlich mit Rätseln aufpeppen, Fragen stellen, die beantwortet werden müssen bevor man den nächsten Hinweis erhält und man kann Codes natürlich auch in einem Geschäft hinterlegen, sodass sie mit anderen Menschen interagieren müssen, was zusätzlich extra-aufregend ist.

Eurer Kreativität sind da kaum Grenzen gesetzt. Die Codes kann man richtig gut verstecken oder schwer erreichbar machen, sodaß sie irgendwo hinauf müssen um ihn scannen zu können. Alles möglich.

Ein Spaß ist es auf jeden Fall!



Weitere Party-Ideen:



 


Freitag, 24. November 2017

Gelesen KW 47 - Japanisch Multiplizieren

Na, da habe ich nicht schlecht geschaut, als ich vor ein paar Tagen über ein Video stolperte, dass zeigt, wie in Japan multipliziert wird.
Nämlich ganz anders!


Ihr solltet es auch gleich probieren!
:-)

Donnerstag, 23. November 2017

Auf meinen Nadeln: im November

Es ist November. Ich trage Filzpatschen, abends zünde ich eine Flut an Teelichtern an und allmählich habe ich Streß bezüglich Adventskranz und Adventskalender.
Die Klassiker für diese Zeit im Jahr.
Und natürlich stricke ich wieder.

Da ich einen Schal gerade gut brauchen kann (Garderobenplanung), habe ich zunächst überlegt, wie ich denn gerne hätte, dass das Teil am Ende aussehen sollte. Welche Farben, welcher Stil .. ehschonwissen.

Und dann habe ich im Wollgeschäft testgekuschelt, weil wenn ich mich einwickele, dann darf's nicht kratzen, ehklar!
Am Ende habe ich mir dann preistechnisch einen Mercedes ausgesucht, aber dafür kommt der mit allen Extras inklusive. Weich, warm und die idealen Farben.

Strickt ihr auch schon?
Oder ist euch noch nicht kalt genug?

Dienstag, 21. November 2017

Re- und Upcycling im eigenen Kleiderkasten - fair me

Mein Kleiderkasten ist meine Schatzkammer bzw. wird er immer mehr dazu. Das liegt daran, dass ich einerseits ALLES rausgehaut habe, dass nicht unter dem Motto "Lieblingsteil" mithalten kann. Und liegt weiters daran, dass neu nur hinein darf, was ein potentielles Lieblingsteil ist!

So einfach.

Und dann gibt es da noch die Teile, die ich voriges Jahr nicht weggegeben habe, weil große Liebe. Die ich aber trotzdem nicht mehr tragen konnte, weil .. naja.

1. Der Mantel

Grün. Geniales grün, wie ich meine. An sich gut in Schuss das Teil, wo er doch nachweislich gut und gerne 10 Jahre alt ist.
Aber das Futter war total durch und in die Taschen konnte man auch nichts mehr geben, weil Loch und ach, war das mühsam.

Ich habe den Mantel zum Schneider gebracht. Ganz ehrlich zum einen trau' ich mir das nicht zu, das Ding selber zu füttern und zum anderen wollte ich es gar nicht selber machen.
Also habe ich in dieses Lieblingsteil investiert. Einmal Futter, einmal Schneider, einmal Reinigung.

Bingo! Grünes Lieblingsteil!


Mantel: mind. 13 Jahre alter Mantel, den ich letztes Jahr neu habe füttern lassen
Hose: selbstgenäht (mehr dazu hier)
Weste: Wollweste von hessnatur ... hab' ich dauernd an! Sollte mir wohl eine 2. zulegen.
Pullover: schwarzer Rolli in einer Boutique ums Eck erstanden - weil die zahlen nämlich ihre Steuern!
Tasche: selbstgenäht (mehr dazu hier)
Handschuhe: in einem kleinen Handschuhgeschäft im 7. Bezirk gekauft .. supernettes Gespräch und 1A Beratung dazu
Schal: alt, sehr alt
Schuhe: fair, bio und vegan - Ethletic Sneakers

Und dann war da noch:

2. Das Kleid

Ich erinnere mich noch als wär's gestern (so eine kitschige Phrase aber auch), da habe ich mir ein Kleid gekauft. Braun, klassisch, wunderbar lang, sehr feminin. Ich war unglaublich verliebt.
Gut und gerne 12 Jahre lang.
Getragen habe ich es doch einiges, aber die letzten Jahre dann nicht mehr so gerne. Oben saß das Kleid irgendwie nie super perfekt. Man brauchte immer eine Bluse drunter und naja, ich mag keine Blusen. Ergo gab's da immer ein Styling-Problem.

Und dann habe ich das Kleid vor ein paar Wochen einfach zum Rock ummodellieren lassen. Die Schneiderin bei mir ums Eck hat das 1A (Zipp im Rücken das Kleides) hingekriegt und der Rock ist nun perfektes Mitglied meiner Kleiderkastenschatzkammer. 40 € hat mich das gekostet. Den Saum hat sie auch gleich wieder fit gemacht (den habe ich jahrelang ignoriert - hmpf)


grüne Jacke: locker 16 Jahre alt, Herzensstück
Pullover: wie oben
Schal: wie oben
Handschuhe: wie oben
Rock: war mal ein Kleid
Schuhe: aus einer Boutique bei mir ums Eck. Die waren 50% Minus, sonst hätte ich sie mir nie geleistet. Kleiner italienischer Familien-Schuh-Betrieb (so sagte es die Dame im Geschäft) - auf jeden Fall, hat die kleine Boutique keine Vize-Firma im Paradise sondern zahlt ihren Beitrag.

Ich möchte euch mit diesem Post 2 Dinge zeigen:
Zum einen, dass es sich wirklich auszahlt den eigenen Kleiderkasten mal einer grundsoliden Ausräumung zu unterziehen (hier nachzulesen) und damit den Grundstock zu legen für eine echte GARDEROBE.

Und zum anderen will ich euch zeigen, wie man einkaufen kann - in meinem Fall halt NICHT in Ketten. Ich will, dass die Steuern, die ich bezahle, wenn ich etwas kaufe, eben auch an meinen Staat (weil der Staat bin ich ;-) abgeliefert werden. Das ist mir wirklich wichtig!
Da zahl' ich lieber 10 € mehr und unterstütze damit ein lokales Kleinunternehmen. Die 10€ kann ich mir leisten, weil ich generell nicht mehr viel einkaufe! :-)

Und speziell will ich euch zeigen, dass viele meiner Sachen schlicht alt sind. Aber gut in Schuss und irgendwie immer noch stylisch und cool genug!

Man muss nicht säckeweise Zeug kaufen gehen!
Es geht auch gut anders!
Nur so als Anregung!


Ich bestimme, was in meinen Kasten kommt!
Nur ich!


Freitag, 17. November 2017

Gelesen KW 46 - vom braunen Fett und der Kälte

Kennt ihr das? Es ist November und es hat das erste mal 5°C draußen und ihr zieht euch an, als würdet ihr eine Freundin am Südpol besuchen? Dick, dicker, Daunen! Das volle Programm!

Dann kommt der Jänner und es wird richtig kalt. Minus 10, minus 15°C und wenn ihr es genau betrachtet, kommt ihr zu dem Zeitpunkt mit der gleichen Anzahl Schichten aus. Und wenn es dann kurz nach der Kältewelle auf 5°C "aufheizt", dann ist euch in all dem Zeug schlicht heiß. Ja, viele gehen dann einfach schon ohne Jacke!

Das ist das braune Fett!

Photo by Emanuel Hahn on Unsplash

Der Körper speichert Energie in Form von Fett. Für die schlechten Zeiten. Wenn die Mammuts eben nicht vor der Höhle vorbeiwandern oder die jagende Männerschaft gerade an einem Schnupfen leidet (Sorry! ) und die Versorgung der Familie dadurch in den nächsten Tagen etwas schmalspuriger ausfällt.
Dafür ist die körpereigene Kornkammer gedacht. Ursprünglich.

Denn Fett liefert, wenn man es zerlegt (und das passiert beim Abbau im Körper) Energie. Energie in Form von ATP (Adenosintriphosphat). ATP ist der "Wechselstrom" unseres Körpers. ATP ist eine geladene Batterie.
Mehr verkneif' ich mir jetzt.

Da der menschliche Körper nun mal ein ziemlich geniales Wunderwerk ist, ist dieserlei einfache Nutzung zwar eine lässige Lösung des Energie-parat-haben-Problems, aber fortschrittlicher und der Spitze der Schöpfung mehr entsprechend, wäre eine multiple Nutzung des Systems wohl allemal ;-)

Photo by Genessa Panainte on Unsplash
Und so überrascht es nicht, dass unsere Energiereserven auch anders genutzt werden können.
Es gibt nämlich neben diesem ENERGIESpeicherfett, das weiß ist, eben auch noch ein anderes Fett. Eben das besagte braune. Braun ist es weil es voll von Mitochondrien (kleine Minikraftwerke) ist. Und wenn man sich die Zellen im Mikroskop anschaut .. also die Zellen, die das Fett dann speichern .. also wenn man sich diese mit Mitochondrien vollgestopften Zellen anschaut, dann wirken die .. braun.
Ganz einfach.

Okay und was tut dieses braune Fett jetzt?
Also die braunen Fettzellen, die können in diese Energiegewinnungskette "Fett zerlegen/ATP gewinnen" insoweit eingreifen, als sie die Zerlegung vom ATP entkoppeln.
Soll heißen:
das Fett wird zerlegt und die Energie, die bei dieser chemischen Reaktion frei wird, wird NICHT an ein ADP (das dann zu einem ATP wird) gebunden. Die Energie wird FREI!
Es wird warm!
Braunes Fett, wenn es abgebaut wird, fungiert wie so ein Wärmepad mit Metallstückchen drin. Bei Bedarf klickst du dieses Metalldingi und es wird warm. In Fett heißt das: deine Hautsensoren senden "kalt" (das entspräche dem Klick) und dein braunes Fett wird warm.

Aha!

Photo by Olia Gozha on Unsplash
Nun hast du aber dein braunes Fett nicht immer parat. Der Mensch hat braunes Fett nicht immer im Angebot. Nein, es muss ihm erstmal kalt sein - richtig kalt - dann lagert er welches an.
Das dauert ein Weilchen. So von November bis zum ersten festen Kalt in etwa ;-)

Bis dahin kann der Körper nur auf eine Art Wärme generieren.
Durch Bewegung. Normale Bewegung und/oder nicht-ganz-so-normale Bewegung. Das wäre dann das Zittern.

Und jetzt noch zum kleinen Staunen folgende Info:
Neugeborene haben einen hohen Anteil an braunem Fett. Weil sie nämlich
1. ein unvorteilhaftes Oberflächen/Volumen Verhältnis haben und somit viel stärker auskühlen können, als Erwachsene und weil sie
2. aufgrund völlig unterentwickelter Skelettmuskulatur nicht zittern können.

Schon lässig!

Gesehen hier im Video des Time Magazine



Nachgelesen auf Wikipedia
Braunes Fettgewebe
Fettgewebe

Donnerstag, 16. November 2017

HEUL - die Jeans ist im A****

Okay, es ist mittlerweile ein paar Wochen her und ich verlange mir jetzt ab, dieses Drama schriftlich zu verarbeiten.
Kurz:
Meine Jeans. DIE Jeans, die ich mir nähen wollte. Probejeans-Testlauf inklusive. Diesmal anderer Stoff, Schnittveränderungen alle eingetragen.

Diese Jeans passt ÜBERHAUPT NICHT. Und zwar im Sinne von "Knackig ist ja gar nichts dagegen". Im Sinne von "Knieabbiegen wird überbewertet". HEUL!
Sie passt dermaßen nicht, so dermaßen Zero, dass ich kurzfristig total blank vor der Nähmauer stand. Schaler Blick, Körper gewordene Fassungslosigkeit, ich das kleine "und-was-jetzt", quasi.

Und dann bin ich noch zu allem Überfluss aus lauter Jeans-Sehnsucht in meine alte Lieblingsjeans (ja, die, die so wunderbar aufgepeppt habe) hineingeklettert nur um festzustellen: "DAS IST ES! SO MUSS ES SEIN!"

Heul!

Ein von @sueatmamimade geteilter Beitrag am

Beim Zuschneiden

Was das Nähen angeht, stehe ich logischerweise unter Schock. Volle Nähhemmung. Fix und Foxi.

Im Kopf denke ich mir: ich trenn' die Lieblingsjeans auf. Basta. Dann nehm' ich die als Schnittvorlage.
Aber auch das muss ich erst mal schaffen.
Das ist alles verwirrend emotional!

Ich find' mich ehrlich ein wenig bescheuert!
Und ja, ich habe mir reichlich Cola-Zitrone mit Schoki gegönnt!
Tu ich immer noch!

Ich muss aus dieser Schockstarre raus!
Das hier ist Schritt eins davon!
Haltet mir die Daumen!


Ach! Ich dachte ich sag' das mal!

Montag, 13. November 2017

Stoffreste Treffen - Wer braucht Stoff?

Heute ist es soweit: es wird Stoff ausgemustert! Ich war so ehrlich mich von einigen Teilen zu trennen. Einige davon kuscheln sich schon seit Jahren bei mir durch den Stoffberg, weil ich - ihr kennt das Gefühl - noch stets den Gedanken hatte: "Das kann ich noch brauchen! Davon gehen sich noch Raglanärmel aus! Das kann ich kombinieren!"
Seufz!

Mittlerweile tragen meine Kinder dunkelblau und grau und diese bunte Vielfalt an Stoffen in der Lade repräsentiert einfach nicht mehr unseren Bedarf.
Seufz 2!

Im Frühjahr gab es bei uns im Bezirk einen Flohmarkt und da habe ich den ersten Schwung einfach an die Leute verkauft. Als Test quasi. Ob sowas überhaupt gekauft wird!
Es hat erstaunlich gut funktioniert. Ein paar zerquetschte Euros habe ich damit gemacht, nicht viel, aber darum geht es mir gar nicht.
Es ist eine Platzsache, eine Bedarfssache.
Seufz 3!

ABER eigentlich will ich den Stoff viel lieber an EUCH weitergeben. Weil IHR ja tendenziell auch näht, weil IHR ja damit was anzufangen wisst. Weil die Stoffe bei euch noch eine Zukunft haben!
Gute Güte klingt das schwülstig. Ihr wisst schon, was ich meine!

Also hier meine "Das kann weg" - Auswahl

1. 160 cm x 180 cm Preis: 8€
2. 35 cm x 90 cm; Raglanärmeln in kurz gehen sich aus! Preis: 1€
3. 150 cm x 47 cm: mein Traum, aber ich habe in Jahren nichts damit gemacht. Preis: 1€
4. 140 cm x 45 cm (eigentlich 47cm). Ich liebe diesen Stoff nur leiterleider braucht ihn einfach niemand bei uns; Preis 2€

5. 65 cm x 41 cm - traumhafter Mädchenkombistoff, Raglanärmel gehen sich aus; Preis: 1 €
6. 75 cm x 75 cm; Preis 1 €
7. 140 cm davon ca 78 cm mit 45 cm Breite und 65cm in fast 70 cm Breite. Satte Farbe: Preis 2 €
8. 70 cm x 50 cm; Preis 1 €


9: 55 cm x 55 cm; Preis 1€
10. 63 cm x 160 cm Preis: 2€
11. 115 cm x 1m; Preis 2 €
12. 35 cm x 116 cm. Raglanärmel gehen sich aus! Preis: 1€

13. 80 cm x 75 cm; ein wunderschöner Stoff. Preis 2 €
14. 35 cm x 160 cm; Preis 1€
15.  sorry, das Bild ist ein Fehler ... (das war, festhalten, ein bereits zugeschnittenes Nachthemd, das ich nie zusammengenäht habe... SEUFZ)
16. 60 cm x 160 cm; war ein farblicher Fehlkauf; Preis 2 €


17. Biosweat in grau; 2 Stücke. Stück a: 80 cm x 75 cm und Stück b: 160 cm x 46 cm: zusammen Preis: 3 €
18. Ein Karlotta Pink indischer Handloom! Ein schmerzhafter Farbfehlkauf. Das Grün ist ein Smaragdgrün. Kräftig. Sehr schön. Leider mamimade-inkompatibel. Der Stoff ist gewaschen und wurde davor, weil das macht man so wurde mir gesagt, geendelt. Dann franst's nicht aus und verzieht sich nicht. Maße:  Preis: 8 €


19. Eine kleine Patchworkselektion. Gut zum Applizieren oder eben zum Patchworken. 7 verschiedene Stoffe, zusammen Preis 5 €
von links oben nach rechts unten
Schmetterling: 65 cm x 45 cm
Fuchs mit türkisem Background: 80 cm x 50 cm
grün /türkis gemustert: 72 cm x 50 cm
Wal: 78 cm x 78 cm
türkise Blume: 100 cm x 50 cm
rosa mit weißen Punkten (leicht rauchiges rosa): 74 cm x 50 cm
Türkises Zickzack: 37 cm x 15 cm (eigentlich urwinzig, aber es paßt so gut dazu und wenn man appliziert oder eben patchworked, dann geht sich doch ein klein bissi was aus :-)

20. Dieses Ensemble ist ein wenig anders Türkis als Nummer 19. Die Stoffe passen innerhalb der Gruppe perfekt zusammen! (finde ich). Zusammen Preis: 3 €
türkise retro Blumen: 16 cm x 120 cm + 16 cm x 68 cm
Sterne: 105 cm x 60 cm
braunes Reh: 106 cm x 50 cm
zartes Blumenornamentmuster: 50 cm x 50 cm


Bis auf wenig Ausnahmen sind alle meine Stücke verhältnismäßig klein und weil ihr ja den Versand auch noch zu bezahlen habt (so ihr mich nicht irgendwo in Wien zur Übergabe treffen könnt) habe ich die Preise wirklich klein gehalten. Ich will das Zeug ja eigentlich nur los werden und am Flohmarkt hätte ich ein wenig mehr verlangt, aber dann müssen die ja nicht auch noch Versand bezahlen.

VERSANDKOSTEN:

Versand in Österreich per Hermes kommt auf 3,80 (den muss frau natürlich nur einmal zahlen, eh klar)
Versand nach Deutschland kommt auf 9,80 per Hermes (das ist die günstigste Variante). Diese Info gebe ich nur bekannt um keine Fragen beantworten zu müssen. Ich bezweifle, dass sich das jemand antut.

Soweit so Stofffüreuch .. ich werde schauen, dass ich heute viel online bin um mails und Kommentare möglichst schnell zu beantworten. Ich wünsche euch viel Spaß beim Gustieren!
Eure



Und hier findet ihr womöglich noch ein paar Schnäppchen!


Freitag, 3. November 2017

gelesen KW 43 - Der Mensch, die Eintagsfliege

Das Kaspische Meer 
Alexander Gerst war schon 3x auf der ISS. Der Deutsche ist Geophysiker und wenn mich nicht alles täuscht, fliegt er demnächst wieder hinauf und diesmal wird er dann das Kommando in der Station übernehmen.
An sich schon eine coole Sache.
Zusätzlich macht der Mann richtig geniale Bilder von unserem Planeten. Das Geo-Magazin hat ein Extra Heft mit Bildern von ihm herausgebracht. Wunderschöne Bilder, inspirierende Interviews. Sehr zu empfehlen.

Diese Woche bin ich dann nochmal über dieses Video gestolpert, dass mich daran erinnert hat, wie sehr mich das Heft doch berührt hat.



Und dann viel mir dieser Gedanke wieder ein (gelesen irgendwo):

Also ich fasse das jetzt kurz zusammen.
Es geht eigentlich gar nicht darum OB wir irgendwann extraterrestrisches Leben finden bzw. es uns. Die Wahrscheinlichkeit, dass da irgendwo noch jemand ist, egal ob grün oder mit 3 Haxn, ist echt gar nicht so klein.
Das Problem ist die Distanz und das Dilemma, dass wir im Verhältnis zur Distanz einfach zu kurz leben. Für das Universum und seine Distanzen sind wir eben Eintagsfliegen (oder noch kürzer).

Würden wir ein Schiff losschicken mit einer Mannschaft und - nehmen wir mal an diese Mannschaft kann überleben trotz der Strahlung und all der Probleme da draußen - dann wären die laaaange tot, bevor sie auch nur in der Nähe unseres NACHBARN wären.
(Alpha Centauri unser Nachbardoppelstern ist nur 4,3 Lichtjahre von uns entfernt. Das sind 40,4 BILLIONEN KILOMETER).

Die Bahamas

Die Voyager Sonden, die Anfang der 70er Jahre losgeschickt wurden, sind nach 40 Jahren Reise noch immer nicht raus aus unserem Sonnensystem und die Dinger sind richtig schnell unterwegs. (Mehr zur Voyager findet ihr hier! Auf einem Shirt ;-)

Also scheint es per se wohl klüger irgendeine möglichst dauerhafte Maschine rauszuschicken. Irgendwie raus da ins Nichts und zu hoffen, dass diese Maschine auf Leben trifft, das seinerseits wiederum klüger ist als wir und eben auch etwas langlebiger ... um darauf zu setzen, dass DIE sich dann auf den Weg ZU UNS machen.

Klar soweit?

Nun das dürfte dann wohl ein paar Tausend Jahre dauern. Wenn man dazu bedenkt, dass wir bisher nur eine Sonde auf dem Weg haben, die zumindest einen kleinen Teil der Strecke bereits zurückgelegt hat, sollten wir vielleicht mal anfangen mit der Flaschenpost ..

Und jetzt kommt's:
denn selbst, wenn wir schon dieses Jahr - rein hypothetisch - ein paar Tausend Flaschen in den Ozean werfen würden und selbst wenn, davon eine dann weit genug kommt und tatsächlich auf Wesen trifft, die die Sonde verstehen und entziffern können .. und die dann auch neugierig genug sind, sich den Ursprung anzuschauen ... so bleibt am Ende die Frage:
WERDEN WIR DANN NOCH DA SEIN?

Prince Regent National Park, Australia
Also die Erde macht's ja auch ohne uns. Die macht's auch ohne Atmosphäre, ohne Pflanzen - mit nix. Die hat noch ein paar Milliarden Jahre bevor sie von der Sonne geschluckt wird.

Aber WIR.
Schaffen WIR das?

Und wer nochmal einen Blick auf den "Selfie" mit dem längsten Arm werfen möchte, der findet den "Pale Blue Dot" hier.

NASA
 
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