Mittwoch, 16. August 2017

Leinenkleid

Der Plan war: 2 Kleider für den Sommer. Schlicht, lässig,  etwas zum Schnell-reinschlüpfen in der Früh, wenn ich aufstehe und zu allererst in den Garten gähne um den Rasensprenger aufzustellen. Unser Garten ist im Hof eines mehrstöckigen Wiener Altbaus. Was bedeutet, dass, wenn ich da auftauche, meine Privatsphäre auf dem Bildschirm von mindestens 10 Familien auftauchen könnte.

Ergo Kleid.


Ich dachte an Leinen. Vom Material her ideal für den Sommer. Leinen, so liest frau überall, kühlt deutlich besser als Baumwolle. Umwelttechnisch ist es zudem eine wesentlich ökologischere Pflanze, da sie nur einen Bruchteil des Wassers benötigt - im Vergleich zur Baumwolle. Zudem bietet Leinen einen ganz eigenen Look, den ich mir im Sommer eben gut vorstellen kann .. auch an mir.

Leinen also.
Farbtechnisch war ich feig und blieb bei einem wunderschönen Dunkelblau. Das steht mir auch ungeschminkt. :-)


Den Schnitt habe ich auf dem Schneidereimarkt bei Alexandra vom Stoffsalon gefunden. Es das "Camber Set" von Merchant & Mills.

Easy zu nähen. Eigentlich nett zu nähen. Die Schulterpasse ist eine doppelte Stofflage und - ich kann's nicht anders sagen - beißt sich an den rückwärtigen Teil des Kleides.

Beim ersten Reinschlüpfen fand ich's ja ein wenig zu salopp, zu sackig. Aber das habe ich abgelegt. Das Kleid hat einen eigenen Stil, der mir so ganz gut gefällt. Kette dazu und ich bin sommerlich angezogen.


Das Kleid darf in meinen Kasten. Es ist jetzt Teil meiner Sommergarderobe.
Es gießt sich auch ganz hervorragend darin!
:-)


Anmerkung: es waren keinerlei Schnittveränderungen notwendig!


Schnittmuster: Camber Set von Merchant and Mills; selbst gekauft
Stoff: Leinen, selbst gekauft im Stoffsalon



Arbeitszeit:  2 h 
Materialkosten:  ca. 38 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2


Dienstag, 15. August 2017

Just nerd it and go MS-DOS

Wer erinnert sich noch? An MS-DOS. An den dunklen Bildschirm, die neongrüne Schrift, die / und die \, an Wörter wie directory, and go to ..
Ach, mir wird ganz anders.

Mein Sohn hat davon kaum Ahnung, soll heißen, er hatte damit logischerweise nie zu tun. Aber er programmiert ein wenig und MS-DOS, das kennt er. Und weil es alt ist (OMG! Alt!!) und irgendwie der Anfang war und irgendwie Kult ist, fand er die Idee mit einem Shirt cool.

So, ich gebe zu, dass das für einen Blogpost wirklich dünn ist. Also von der Kreativität her und vom Nähtechnischen. Grau pur mit nix außer ein bissi Schrift ... wobei, die habe ich gesucht. Gelle? Nur damit ihr's wisst. Schrift ist alles an dem Shirt. Da gibt's keine halben Sachen.

Coolia und der Nerd in mir tanzen - also ganz ein bissi, weil Gehüpfe ist ja total uncool.
Und deswegen, zeige ich euch das.

Geht übrigens auch gut für große Buben! :-)



reine Arbeitszeit:  1,5 h 
Materialkosten:  15 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 5





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Freitag, 11. August 2017

gelesen KW 32 - Die Sprache der Sioux

Diese Woche bin ich über etwas gestolpert, das finde ich höchst faszinant.

Sitting Bull - Bildquelle

Es begann damit, dass wir uns, also mein Mann und ich, "Der mit dem Wolf tanzt" angesehen haben. Verteilt auf zwei Abende. Gute Güte ist das ein langer Film.
Und im Anschluss haben wir ein wenig nachgelesen darüber. Das Making Of und so. Dieser Film hat diesbezüglich ja einiges zu bieten.

Na und wie ich da so lese, stolpere ich über folgende Zeilen.

Ein Kommentar gefunden hier
Übersetzung:
Um dem Film mehr Realität zu verleihen, wurde ein Sprachtrainer engagiert um den Schauspielern, die es nicht konnten, Lakota beizubringen. Da es eine schwierige Sprache ist, wurde dabei der "gegenderte" (geschlechtsspezifische) Aspekt der Sprache ignoriert.
Als dann Lakota - Native Speaker den fertigen Film sahen, fanden sie es sehr amüsant Krieger in weiblicher Sprache sprechen zu hören.

Weibliche Sprache?

Also für alljene unter euch, die den Film gerade nicht ganz parat haben. Es geht um die Veränderungen im Leben der Sioux - Indianer, als die Weißen ins Land kamen.
Kurz gesagt. Sehr kurz.

Auf jeden Fall werden gut 25% der Gespräche im Film in der Sprache der Sioux - Indianer gesprochen (mit Untertitel).
Von dieser Sprache gibt es gibt mehrere Dialekte. Der, der im Film verwendet wird, heißt Lakota und - und das ist es jetzt - die Sprache ist gegendert. Ich weiß auch nicht recht wie das geht, aber es ist möglich anhand der Sprache auf das Geschlecht des Sprechers/ der Sprecherin zu schließen.
Aha!

Welcher Dialekt wurde wo gesprochen - im Vergleich dazu die heutigen Reservoirs   Bildquelle

Und das ist nicht alles, was diese Sprache zu bieten hat.
In Lakota gibt es nämlich keine Zeiten. Also Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Nix da. Vermittelt wird vergangenes über "es ist Realität geworden" im Vergleich zu Dingen, die "noch fiktiv" sind .. also in der Zukunft liegen könnten.

Weiters, auch nicht uninteressant, gibt es keine Eigenschaftswörter. Keine Eigenschaftswörter! Umschreibende Funktion wird von den Zeitwörtern übernommen. "Der mit dem Wolf tanzt", "Strampelnder Vogel" etc.

Interessant, oder?


Einiges zum Film finder ihr hier:
imdb - dances with wolves
Über Lakota kann man hier nachlesen:
Wikipedia

Donnerstag, 10. August 2017

Ich nähe mir eine Jeans - vorläufiger Abschluß

Zuletzt saß sie und saß doch nicht ganz richtig. Beim Testeinkaufengehen im hiesigen Supermarkt ums Eck, rutschte sie eigenartig an mir herunter. Danke. Nicht lustig.
Jetzt ist das vorbei.


In der neulich erwähnten Stitching Session bei Walter Lunzer habe ich die Hose ja dabeigehabt, angezogen und fachmännisch jene Stellen korrigiert, die auch nach dem Ausbessern, der für mein Laienauge offensichtlichen Fehler (nachschauen hier möglich), eben immer noch da waren.

Da war zum einen der Bund: Im Schnittmuster besteht der Bund aus drei Teilen. Diese werden planmäßig zuerst an die Vorderblätter bzw. das Hinterblatt der Hose genäht und im Anschluß dann wird die Hose zusammengenäht.
Das wollte ich so nicht und habe den Bund, wie ich es von den Kinderhosen gewohnt bin, zu einem Stück zusammengefaßt und auf die fast fertige Hose genäht.
Dadurch hatte der Bund aber nicht den nötigen Bogen. Ein kleines winziges bissi zuwenig Kurve war da. Kaum der Rede wert.
Aber gerutscht ist sie trotzdem.

Im Schnittmuster habe ich das jetzt mittels zweier zarter Keile geändert. An der Testhose habe ich kurzerhand einen Gummi eingezogen. Sieht man nicht, sitzt aber! :-)


Und dann war da noch ein Zentimeter, der vorne im Schritt weg musste. Im Schnittmuster habe ich das eingezeichnet und kurz gegrübelt, ob ich an der Testhose an dieser Stelle mit der Ovi drüberrattern sollte. Ist ja nicht gerade gut zugänglich oder wenig Stoff ..
Ich hab's dann aber doch gemacht und WOHOOO!! das macht höllisch Unterschied. Sie sitzt jetzt richtig gut!


Zusammenfassend möchte ich den Damen, die mit dem Schnitt aus der Jeanswerkstatt arbeiten folgendes mitgeben:

1. Bund: überlegt euch vorher ob in einem oder in 3 Teilen. Wenn ihr euch für die Ein-Stück-Variante entscheidet, dann nehmt rechts und links an der oberen Kurve einen Zentimeter raus.

2. Der Taschenspiegel ist zu kurz. Den könnt ihr locker um 2cm in die Tasche runter verlängern. Ich muss bei meiner Testhose ständig achten darauf, dass der Taschenspiegel auch ordentlich in der Hosentasche drin ist. Man sieht die Naht beinahe ständig.

3. Die Hose ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit viel zu weit. Ich musste enorm viel Weite aus den Beinen rausnehmen. So viel, dass es nahe lag generell die Hose eine Größe kleiner zu nähen. Das hätte dann aber obenrum nicht gepasst. (Ich habe in der Stitching Session noch die kleinere Größe probiert ...)

4. Die Passe sitzt bei mir sehr tief. Ich weiß, wir hatten ganz fantastische Aufjaul-Momente, als in der Jeanswerkstatt verschiedene Damen die idente Jeans angezogen haben und es gaaaaanz anders aussah. :-) Wir sind alles Unikate. Einige werden an der Passe nicht viel ändern müssen, andere schon. Seid darauf gefaßt.

Die letzten Änderungen in einem Bild.
:-)

Ich bin schon gespannt auf meine Winterhose. Der Stoff wird dann erheblich dicker sein und die Änderungen sind ja jetzt im Schnittmuster. Es wird also eine ganz andere Hose.
Die Testjeans, die habe ich jetzt richtig gern an.
Wenn's grad nicht zu heiß ist.


Den Werdegang der Jeans kann man hier nachlesen.
Und jetzt, wo ich es so durchlese, denke ich mir, ich hätte näher-ran-Fotos machen sollen. Damit man sehen kann, wie gut sie sitzt. Womöglich liefere ich das noch nach! Sorry!

Und das Top, das ich hier trage, habe ich euch letzte Woche vorgestellt.


reine Arbeitszeit: locker 4 h 
Ein Testteil daher sind hier die ganzen Vorarbeiten inkludiert
Materialkosten:  ca. 60 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2


Montag, 7. August 2017

An meine stillen Leser

Es ist ein Weilchen her da habe ich 15 Fragen über mich beantwortet. Und es war einer der Posts, auf die hin ich einen Kommentar von jemandem erhielt, der hier sonst nur liest und an sich nie kommentiert. Eine stille Leserin.

Diesesmal hat es mich aber geflasht. Ich vergesse immer wieder, dass das, was ich da schreibe von mehr Menschen gelesen wird, als mir so im Alltag bewußt ist.

Bitte nicht als selbstLobhudelei verstehen. Ich versuche hier ganz ehrlich zu sein. Lange Zeit habe ich dagegen angekämpft, gegen das "ständig-auf-die-Zahlen-schauen". Phasenweise hat es mir den Spaß genommen, mein Bloggerdenken beherrscht. Das ist jetzt vorbei. Schon seit einer Weile will ich, übertrieben ausgedrückt, kein Superstar mehr werden.
Das hat dazu geführt, dass ich, salopp gesagt, für mich und 5 Leute gebloggt habe. Der Rest summerte irgendwie einfach mit

Und dann eben, neulich dieses Aufpoppen eines einzelnen stillen Lesers. Das machte mir bewußt, dass da eben mehr Leute sind. ... WinkeWinke ...
Ich denke jetzt öfter an euch!

Ich hab's nicht so richtig mit Zahlen. Also habe ich überlegt: Wie kann ich mir meine Leserschaft verdeutlichen? Bewußter machen!
Und es ist wie folgt.
Wenn ich einen Blogpost veröffentliche, dann lesen das im Schnitt so 3-5 Bims voll Menschen. 
Ich hab' die Sitzplätze gestern gezählt und Daumenmalpi abgeschätzt wieviele Leute noch gemütlich, ohne Drängelei, in eine Bim passen. Ich will ja, dass ihr euch wohl fühlt. Und ja; es handelt sich um eine klimatisierte Bim! :-)
In eine Neue passen demnach in einem mamimade-Universum so um die 120 Personen. Zwischen 350 bis 500 Leute lesen hier. Also füllt ihr schon eine solide Meterschaft von Rot auf den Wiener Geleisen. (Ausnahme RUMS oder so, da sind's dann gut 8 Bims voll).


Da im Schnitt so 4 - 7 Kommentare abgegeben werden, habe ich einfach 3 volle Bims .. vergessen, übersehen, ausgeblendet.
Und das ist nicht gut. Also, finde ich!

Lustig, für mich, ist, dass hier Leute lesen, die mich kennen. Also von früher. Vom Chor (ja, ich war in einem Chor .. Alt), von der Schule, früher eben,  Prämamauniversum.
Leute, die ich nur alle heiligen Zeiten einmal zu Gesicht bekomme, erzählen mir dann, dass sie - zumindest ab und dann - lesen, was ich so schreibe.

Oarg!
(Übersetzung: Arg, schlimm, schon irgendwie beeindruckend :-)

Und euch allen, die da in meiner Bim mitfahren, möchte ich mal Hallo sagen. Ich hatte euch ein wenig vergessen, aber das ist jetzt vorbei. Ich weiß es jetzt wieder. Ich sehe euch. Alle 3 Bims!

Cool!
HALLO!


By the way: nachdem ich mehrfach darauf aufmerksam gemacht wurde, habe ich jetzt wieder eine mamimade-Newsletter-Funktion aktiviert. Wer ganz runterscrollt, kann sich anmelden und dann komme ich direkt in die Inbox ... Spooky!

Freitag, 4. August 2017

gesehen KW 30 - das kühle Nass

Aufgrund des Wetters bzw. aufgrund der Hitze kommt der heutige Post etwas später online. Dafür geht's ums Wasser.
Das GROSSE Wasser! Das TIEFE Wasser.

Es waren mehr Menschen auf dem Mond, als da unten. Wir kennen einen riesigen Teil unseres eigenen Planeten gar nicht.


Wenn ihr das Video schaut, dann achtet mal auf die Skala am linken Bildrand und das Verhältnis an Info über das obere Drittel und den Rest ...
Kann einem zu denken geben! Oder Interesse wecken ...

Habt ein wohltemperiertes Wochenende!

Donnerstag, 3. August 2017

Mathilde auf japanisch

Letzte Woche hatte ich euch versprochen, dass ich euch zeige, was ich aus der So!Pattern Mathilde gemacht habe.
Die ging ja irgendwie im ersten Anlauf daneben (nachzulesen hier). Ich wollte mir das vorab ein wenig ändern und habe dabei mehr angerichtet als gut war. Naja, nicht wirklich, aber es hat halt nicht so richtig gesessen, gesitzt, gepasst.

Walter Lunzer hat mir dann geholfen, das zu richten und eben gleich einen neuen Touch in die Sache gebracht. Eine Kellerfalte. Pfoah! Sag' ich da dazu, denn ich mag Kellerfalten. Hätt' fast meine Idee sein können. Tätatichansowasdenken! Dazu ein wenig Weite .. so auf Japan!
Oh, ich mag' diese japanischen Stil. Dieses schlichte, elegante - big favourite!


Vorne die Streifen senkrecht (wegen der Figur - schmunzel), hinten dann quer (wegen dem Effekt). Den Stoff habe ich bei Alexandra gefunden. Ein handbedrucktes Streifenstöffchen. Schwarz-weiß. Das passt in meine Garderobe.
Wie gesagt, ich lasse nichts mehr in meinen Kasten, das da nicht reinpasst. Im Sinne von "im Stil" und auch im Sinne von "passt mir".
Das lilaschiefgegangenDing von letztens liegt im Wohnzimmer und wartet darauf, dass ich es wegwerfe bzw. irgendwas anderes draus mache. Aber in meinen Kasten kommt es nicht. Auch nicht für "Notfälle" oder so. Ich lege jeder Frau diese Taktik liebevoll ans Herz! I mean it!


Stephanie von So!Pattern meinte, nachdem ich ihr die Bilder geschickt hatte, dass ein Schlitz an der Seite eine Möglichkeit wäre, damit es etwas weicher fällt.
Find' ich auch richtig gut, denn ich mag Schlitze. Könnte von mir sein der Gedanke. Seufz! Ich wiederhole mich.
Also, für das zweitStück dann Schlitz ... :-)


Die Hose ist mittlerweile steinalt und habe ich hier seinerzeit vorgestellt.
Ich muss schon sagen, wenn frau sich ein wenig Zeit nimmt und wohlüberlegt Stoffe sucht und dann bereit ist auszuprobieren ... hm, das könnte noch was werden .. mit dem Nähen für mich!
Mir geht's auf jeden Fall gut so!

Shirt: ursprünglich eine Mathilde - sehr stark verändert
Stoff aus dem Stoffsalon selbstbezahlt
Hose: aus dem Buch "Nähen im japanischen Stil: 8 Grundschnitte für 25 Kleidungsstücke"
Stoff seinerzeit beim Textilmüller gefunden



reine Arbeitszeit:  1,5 h 
geleistete Vorarbeit: locker 2h
Materialkosten:  ca. 36 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2


Sonntag, 30. Juli 2017

Juli 12tel - Blick

Was macht wohl einen Juli im Burggarten aus? Nun, es stellte sich folgendes heraus:
1. die Intensität der Farben nimmt nochmal zu und
2. die Lipizzaner.

Ich war diesmal nur zum Plauschen, Essen und Trinken im Burggarten bzw. im Palmenhaus. Birgit, Eva und ich haben uns dort warmgeplaudert um in der anschließenden gemeinsamen Stitching Session nähtechnisch neue Wege zu beschreiten.

wird größer beim Draufklicken

Irgendwann bin ich dann aufgestanden und hab' mein Foto gemacht. Zwischendurch. Live beim aktiven Burggartening quasi :-)
Und wie sich bei genauerer Betrachtung heranzoomen läßt ist mir die liebe Eva hinterhergelaufen um mich abzulichten, wie ich gerade 12tel-blicke.

Siehe da: eine Eva
Evas Blick, also die 180° Kurve, findet ihr bei ihr

Kaum hatten wir beide unsere Bilder geschossen, kamen, und das ist eben eine Juli-Geschichte, eine kleine Auswahl Lipizzaner in den Burggarten. Nicht die Superstars der Hofreitschule, nein, es sind im Juli eben ein paar Stuten mit ihren Fohlen auf Sommerfrische in der Stadt (sonst sind die nämlich in Piber (Steiermark) daheim.) Und für eine Stunde grasen die dann im Burggarten.
Der Ort ist nämlich so noch nicht prächtig und kitschig genug.

"Ich hätt' gern eine Melange und für die Kleinen ein Obi-gspritzt, bitte!"

Da ich im Anschluß daran eben genäht habe, gibt es morgen hier keine Spaziergangfotos. Zusammenfassend kann man sagen: es war sauheiß, viele Leute, satte Farben und ... Pferde.


Das Kärtchen hier füllt sich allmählich!




Freitag, 28. Juli 2017

gehört KW 29 - alla Turca

Es gibt Wochen, da weiß ich am Montag, was ich euch am Freitag erzählen möchte und es gibt Wochen da finde ich es Donnerstag nachts.
Diese Woche hatte ich mind. 2 gute Themen, beider eher ernst und ernst ist mir diese Woche schon genug um die Ohren geflogen .. nachrichtentechnisch. Deswegen gibt es heute etwas zauberhaftes aus der Welt der Kunst.

Mozart.
Schon mal gehört?
Alla Turca? Ein Begriff? Eine Melodie. Wiedererkennung?

Diese Version kennt ihr aber möglicherweise noch nicht. Spaß am Klavier pur. Mozart hätte es geliebt. Davon kann man ausgehen.



Ich kann mir das auch gerne öfter anhören. Es hebt die Stimmung.
Deswegen schmeiß ich auch noch eine wilde, weibliche Variante hinterher.


Habt ein wunderbares Wochenende .. macht was draus!

Dienstag, 25. Juli 2017

Es lunzert - eine Stitching Session Bloggerstyle

Es ist ja nun doch mal so. Das mit dem Nähen krieg' ich einigermaßen hin. Mittlerweile. Was nicht so meine Stärke (bisher, hehehe) ist, ist das Schneidern. Soll heißen Anpassen, Schnittverändern und so.

Wenn ich für die Kinder nähe, muss ich da nicht viel machen. Meine Kinder sind Standardbauart, ein bissi länger hier, ein bissi kürzer dort.
Basta.


Ich, wiederum, genauer gesagt, mein Körper ist da schon ein ganz anderes Kapitel. Frauenkörper sind, da kann die Werbung sagen was sie will, NICHT genormt. Keine Frau hat die Figur der nächsten. Nö. Isnicht. Alles Unikate.
Was dann zum einen das Kleidung einkaufen immer recht abenteuerlich macht, zum anderen das Nähen.

Da ich mir ja eine Jeans nähe, was euch hier auf dem Blog ja nicht entgangen ist (der bisherige Werdegang ist hier nachlesbar), ist genau dieses Dilemma gerade Thema bei mir. Es gibt da nämlich ein paar Kurven, die hat mein Körper und die Jeans eben noch nicht. An dieser Stelle kommt der Herr Lunzer ins Spiel.

Walter Lunzer ist seineszeichens Modedesigner und Kunstpädagoge und steht einmal die Woche in einem U-Bahnbogen in Wien mit Rat und Tat zur Seite, wenn man alleine mit dem Nähen oder dem Schneidern nicht ganz zufriedenstellend klarkommt.


Wir, Birgit und ich, sind Walter voriges Jahr am Schneidereimarkt das erste mal begegnet. Da hat er sich ausgezogen um zu vermitteln wie sehr man sich durch Kleidung verändert. In der Jeanswerkstatt dann trafen ihn dann auch andere Blogger und ihn wiederum die volle Wucht des Nähbloggerinteresses. Das war lustig!

Letzten Dienstag war es dann soweit. Eva, Birgit und ich schlugen in der Stitching Session auf. Im Gepäck unsere Jeansschnitte und im Falle von Eva mindestens ein halbes Dutzend selbstgenähter Hosen inklusive der dazu gehörenden Schnitte.


Dann wurden eben jene erwähnten Besonderheiten von Birgit, Eva und mir in Schnitte umgesetzt bzw. bestehende Schnitte an unsere Kurven angepasst.
Alles sehr interessant, sehr "Ahaaaa".

Ich für meinen Teil hatte meine Testjeans mit und den Schnitt dazu. Die sitzt ja gar nich so schlecht, aber eben noch nicht richtig!
Das sollte nach den letzten Anpassungen jetzt aber anders sein. Im September plane ich die nächste Hose für mich zu nähen. Bis dahin müsst ihr (und ich schon auch) noch warten.



Eva und Birgit dürften ihrerseits aber in der kommenden Zeit ihre veränderten Hosenschnitte testnähen und vermutlich auch herzeigen. Es wird also einiges zu sehen geben. Sagichjetztmalso! :-)

Bei mir hier werdet ihr in der nächsten Woche ein Oberteil sehen, das ich mir genäht habe. Ihr erinnert euch vielleicht an meinen Verzweiflungspost von letzter Woche (oder vorletzter Woche .. Sommerferien, Zeitrechnungsverlust, sorry!).
Das lila Testteil, das Unfotografierbare. Nun, es gab da ein, zwei Veränderungen am Schnitt in dieser Stitching Session. Wenn ich schon einen Profi bei der Hand habe ... ehklar, oder?

Das Ding sitzt jetzt besser, hat aber auch seinen Stil komplett verändert (es ist mehr ich, mehr mein Stil) Und ich finde das Ergebnis durchaus passend. Aber wie gesagt - nächste Woche mehr dazu.


In den drei Stunden Lunzer hat unsereiner dort nur geringfügig genäht (Birgit ein bissi), denn damit haben wir ja schließlich kein Problem. Es ging für uns ja mehr ums Ändern, ums Anpassen .. und um ein bißchen Plaudern und Beisammensein. Klar.

Es ist auf jeden Fall ein sehr netter und sehr informativer Abend gewesen. Wir Bloggerdamen gingen heim mit vielen Ideen und einem neuen Schwung Nähwillen in der Tasche. (Nicht, dass wir derlei an sich nötig hätten, möchte ich hierbei anmerken, aber was soll's. Frischer Wind - hihi - kann ja nicht wirklich schaden.)


Wir waren alle drei recht begeistert und hatten danach leider nicht mehr allzuviel Zeit um all die neuen Erkenntnisse gründlich durchzudiskutieren.
Ergo sollten wir uns möglichst bald wiedersehen und womöglich
 - nur um sicher zu gehen - dem Walter nochmal einen Besuch abstatten.


Anmerkung: keine Werbung, ich habe den Kurs - so wie auch Birgit und Eva - selber bezahlt.
Und genau deswegen hier nochmal der Link.


 
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