Dienstag, 31. Oktober 2017

Spaziergang durch den Burggarten - Oktober

Der Burggarten zeigt noch einmal auf, bevor er schlafen geht ...


Seufz!



Der Spaziergang im Juni
zum Vergleich :-)


Montag, 30. Oktober 2017

Oktober 12tel - Blick

Diese Fotoaktion hier, also der 12tel - Blick, der hat mich schon so einiges gelehrt zum Thema Fotografie.
Das begeistert mich, gebe ich ehrlich zu.

Licht und wie sehr es sich im Laufe eines Jahres wandelt, das hat mir diese Aktion bisher deutlich vor Augen geführt.
Weiters lehrte mich der 12tel- Blick, dass ich, ich nenn' es mal, unüberlegte Erwartungen habe.
Soll heißen. Ich denke nicht drüber nach, gehe ziemlich - wie ich meine - blank in Gedanken in den Burggarten und bin dann dort total überrascht, wie es dort gerade ist. Pflanzen, Licht alles.
Ich bin förmlich "swept off my feet".

Im nachhinein erkenne ich, dass ich offensichtlich in einem Winkelchen in meinem Kopf dann doch eine Erwartung/Vorstellung/Vorurteil?? hatte.

So dachte ich, wie ich eben beim Nachdenken feststellen konnte, dass die Fotos im Oktober langweilig werden würden. Nebelig, diesig, grau.


Ich hätte nicht mehr falsch liegen können.

Soviele Farben wie im Oktober hatte der Burggarten bisher noch gar nicht vorzuweisen. Neben dem Grün der Wiese und dem Grün des Palmenhauses, gibt es allerlei Gold, Gelb, Rot und Brauntöne.
Dazu ein geradezu irres Licht.
Ich war vormittags dort und die Sonne stand ziemlich tief. Ihr Licht war schlicht und ergreifend wunderbar!
Die Lichtbrechung hier in diesem Monatsbild läßt den Baum an einer Stelle geradezu pink tragen - SEUFZ!

Solltet ihr überlegen nächstes Jahr dabei zu sein, dann kann ich das nur von Herzen empfehlen!






Freitag, 27. Oktober 2017

gesehen KW 42 - Emma Thompson

Es gibt so viele wichtige Dinge, die mir zum Thema #metoo einfallen. Seid versichert, ich könnte euch feministisch zutexten, dass euch der Kopf schwirrt.

Okay, ich weiß, ihr glaubt mir das jetzt einfach so ;-)

Deswegen lasse ich Emma Thompson sprechen. sie sagt enorm viel von dem, was ich mir denke!


Es geht um Bullying zu deutsch um Tyrannei, um Macht und deren Missbrauch und ja es geht um Frauen aber EIGENTLICH geht es um Männer. Ganz viel geht es um Männer. Es geht so sehr um Männer, dass es wehtut und deswegen verharmlosen auch viele das Geschehene .. und dabei rede ich jetzt nicht von Harvey Weinstein allein.
Es gibt schon Männer, die niemals auch nur daran gedacht haben eine Frau respektlos zu behandeln, aber selbst für diese Männer ist es zur Zeit unangenehm, denn auch sie müssen sich jetzt bekennen. #metoo ist einfach zu groß.

Gut so!

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Informationen zum Reste Treffen auf mamimade

"Na, " dachte ich mir, "so wirst du gleich einiges an Ballast los!" - und dann kam die Arbeit.

Tja, und das ist auch das erste, das ich euch mitgebe. Ausmisten ist immer viel Arbeit. Ihr wißt das und genau wie ich, werdet ihr es wohl regelmäßig wieder verdrängen, weil ... warum sollte man in diesem Gedanken baden.

Stoffe genauer Stoffreste online anzubieten und am Ende dann halt auch zu verkaufen/verschenken bedarf einiger Nachmittage. Soweit steht fest.
Hier ist, wie ich an die  Sache herangehe. Ihr könnt euch daran orientieren oder es ganz in eurem persönlichen Chaos ablaufen lassen ;-)
Ich teile mir die Action in mehrere Schritte:

1. Raussuchen


Was kommt weg, was ist eigentlich sowieso Müll und was hebt frau noch auf?

Diesen Teil kann man genießen, wenn man sich innerlich davor wappnet, denn ... wir haben viel Zeug und sich dahinein zu wagen, hat etwas mit Mut zu tun.
Kein Scherz!

2. Vorbereiten

FOTOS
Der zurechtgelegte Stapel muss fotografiert und vermessen werden .. und es empfiehlt sich, die Maße gleich in den Computer zu tippen. (Risikominimierung!)

dauert: je nachdem wie leer ihr es anstrebt, länger
Wichtig: die richtig Musik dabei und genug Licht



VERSAND
Was ihr noch braucht sind Informationen zu Versandmöglichkeiten. Für Österreich weiß ich, dass man mit Hermes und dem Online-Paketschein um 3,80 Euro ziemlich weit kommt. Nach Deutschland ist es unter 9,80 Euro nicht zu machen.

Für meine deutschen Leserinnen, die ihrerseits ausräumen wollen, gilt es herauszufinden, welche Optionen für euren Versand aktuell sind. Da gibt es ja einiges an Auswahl, wenn ich das richtig verstehe.

TIPP: Gebt immer Versand nach Österreich und Deutschland an. Schon allein um diese Frage nicht dreimal extra beantworten zu müssen.

STOFFPAKETE und PREIS
Je nachdem wie dringend ihr Material loswerden wollt, werden sich wohl eure Preise gestalten. 
Grundsätzlich will ich erwähnen, dass wir in der Nähbloggeria ja alle wissen, was Stoffe kosten und wir wissen auch, welche Stoffe man gar nicht mehr bekommt, welche man immer brauchen kann etc.

Soll heißen: macht euch nicht zuviel Kopf! Verlangt, was es euch wert ist. Meine Erfahrung ist, dass man keinen Reichtum erwarten sollte, sondern mehr mit der Option von Platz im Lager ... 
Dann ist die Sache nicht so aufreibend!



Wenn ihr kleine Stoffreste habt - also 50cm mal 50cm und kleiner - , dann könnt ihr ja Pakete schnüren. Von Stoffen, die zusammenpassen und diese Pakete für ein paar Euros anbieten. Wichtig ist, dass ihr alle Stoffe zeigt.

3.  Die Abwicklung

Blogpost, verlinken, auf Facebook teilen und dann abwarten. Dann werdet ihr, hoffentlich ein wenig hin und her mailen müssen.
Und: habt eure IBAN bereit oder einen Paypal-Account.
Weiters werdet ihr Päckchen machen und eben zur Post laufen. Das ganze wird nicht in 2 Tagen erledigt sein, aber...
... mit etwas Glück habt ihr danach ein bißchen Taschengeld verdient und - viel wichtiger - LUFT IM LAGER!

Okay, was braucht ihr jetzt noch?
Ach ja! Das Datum

Ihr habt noch ein wenig Zeit, aber unterschätzt die Action nicht! Das Reste TREFFEN findet hier bei mir am

MONTAG, DEN 13. NOVEMBER  statt.

Also ran an die Stoffberge, meine Damen! Ich freu' mich schon!




Dienstag, 24. Oktober 2017

Gedanken zum Nähen

Ich nähe auf eine eigenartige Weise gerne. Eigenartig deshalb, weil es nämlich ums Nähen rum viele Allerleis gibt, die ich nicht so prickelnd finde.
Schnittmuster kleben zum Beispiel. Zuschneiden. Auch nicht so der Bringer. Dann bei größeren Projekten das unterschwellig ständig anwesende Gefühl des "hab-ich-eh-alles".
Auch die erste Anprobe kann einem hintenraus noch alles versauen.

Wer näht, hat's nicht immer leicht.

Und trotzdem: hat man mal alles durchgestanden, dann gibt es ein paar sehr besondere Momente.



Moment 1 (für mich):

DAS UNFERTIGE ANLASSEN

Ich finde es ja ein wenig störend und zeitgleich doch höchst komplimentös ;-)
Ich schneide Ärmel und auch Shirts immer lang zu. Sicherheitstechnisch. Abschneiden kann man leichter als verlängern. Und deswegen muß meine Premium-benäh-Klientel immer an einem Punkt des Werkes kurz "reinschlüpfen". Mittlerweile darf ich auch mitten im Spielen mit Freunden stören (verwunderlicher ist hierbei allerdings, DASS ich nähe, wenn mehr Kinder als normal im Haus sind ;-)
Also egal, sie schlüpfen rein und dann, passiert in 80% der Fälle folgendes: sie ziehen es nicht mehr aus!
Viel zu lange Ärmel, null Bündchen, heraushängende Fäden.
Alles kein Problem!

Ich gönne mir dann meist eine Pause :-) !



Moment 2 .. immer und immer wieder!

Sie tragen, was ich genäht habe


Ihr seht hier ein ganz simples Nachthemd. So simpel, es ist kaum einen Blogpost wert ... ABER ... dieses Nachthemd kommt mir morgens verschlafen entgegen und weigert sich abends ins Bett zu gehen, weil "wozu eigentlich?". Dieses Nachthemd geht Zähneputzen und trägt dabei die selbstbestrickten Socken, die ich meiner Tochter gestrickt habe. Dieses Nachthemd sehe ich täglich! Ich lebe mit diesem Nachthemd.

Unnötig zu erwähnen, dass meine Tochter in diesem Nachthemd schlicht unglaublich super aussieht.

Wie es einem geht, wenn die Menschen, die dir am meisten bedeuten in deinen Werken rumlaufen und dabei nicht nur gut aussehen, sondern eben auch noch im Typ sind. Nicht den 0815 Schrott tragen, den man sonst kaufen muss. Nein eben IHR Ding am Leibe tragen. Selbstentworfen, mitgeredet, dabeigewesen!

Dieses Gefühl ist wohl ...
Glück, Freude und Zufriedenheit gemischt mit einer guten Portion
ich-fass-es-nicht!
:-)

Montag, 23. Oktober 2017

Das falsche Kleid - Es braucht Zeit

Iris Apfel ist 96 Jahre alt und ein Unikat. Sie trägt viel zu viel Schmuck (finde ich) und sieht wunderbar aus damit. Sie ist ziemlich bunt, ihre Lippen sind meist heftig rot und von ihrer Brille brauch' ich gar nicht erst anfangen.

Wenn es um Mode geht, um Stil genauer gesagt, dann weiß Iris wie der Hase läuft.
Und einige Dinge, die sie sagt, die kann frau sich wirklich zu Herzen nehmen.


Die letzten Wochen habe ich euch zugetextet, heute überlasse ich Iris das Wort. Einzig ein wenig die Übersetzerin gebe ich heute. Für den Fall.



... Ich glaube es war Chanel, die gesagt hat,
„nichts lässt eine Frau so alt aussehen, als, wenn sie verzweifelt versucht jung auszusehen“

Ich meine, du musst ja nicht in eine Grube fallen und aussehen wie ein altes fuddy-duddy, du solltest aber mit Sicherheit immer noch angemessen aussehen.

Und angemessen, das sag’ ich immer wieder, ist ein Wort, das wir aus unserem Lexikon gestrichen haben.
Leute tragen Turnkleidung auf einer Dinner-Party, es ist einfach lächerlich.

Ich arbeite an einem Buch - nur Gedanken zu einigen Themen.
Wie die Technologie das soziale und innere Leben der meisten jungen Menschen auf der Welt zerstört.
Was noch?
Ach, sie machen eine Barbie von mir. Was ich geradezu hysterisch finde!

Ich halte nicht viel von Social Media. Das ist mir zu neugierig. Ich verstehe nicht warum alle so interessiert daran sind, was die anderen genau jetzt gerade machen. Jede Minute. Was du zum Frühstück gegessen hast.
Das ist doch grauslich.

Ich meine, mir ist das Wurscht, was du gegessen hast und mit wem du geschlafen hast, du Glückliche.

Das ist doch eine enorme Zeitverschwendung und es scheint, als könnten die Leute nicht mehr ohne dem leben.
Ständig drücken sie auf irgendwelche Tasten und kriegen alle diese sinnlose Informationen.
Die Menschen sind so gleich geworden, das ist sehr fad.
Unterschiede sind viel interessanter.
Sei du selber! - Öffne deinen Kopf, wirf all diese Instrumente weg, lass nicht zu, dass sie dein Leben sind.

Es braucht Zeit und es ist ein Aufwand um zu wissen, wer man ist.

Ein großer Teil der Leute ist wohl einfach zu faul dafür, aber, wenn du weißt wer du bist und wenn du dich selber kennst, dann wirst du eben auch offen sein für allerlei wundervollen Erfahrungen.

Dann kannst du ein Mensch sein und nicht ein Lemming!

_______________________

Was würde passieren, wenn ihr euch jeden Tag 15 Minuten Zeit
nehmt um über euch - euch selber - nachzudenken. Einfach so?


PS: ich bin fast sicher, dass ihr nach einem Jahr anders gekleidet wärd .. und ich nehme mich da nicht aus! Was meint ihr?

Freitag, 20. Oktober 2017

gehört KW 41 - Sprache und Identität

Ui, das liest sich schwer als Überschrift. Identität ist so ein schwerer Begriff. Träge. Bleiern.

Dabei muss ich ehrlich zugeben, dass gerade für mich Sprache eine sehr wichtige Komponente geworden ist. Ich habe gelernt, durch das viele Schreiben auf dem Blog und auch durch das heftige Feedback auf die Videos wie sehr ich über meine Sprache identifiziert werde.

Photo by kazuend on Unsplash

"So wie du, so schreibst nur du" - habe ich schon öfter gehört.
Was lustig ist, denn ich finde, dass jede Bloggerin ihren eigenen Ton in der Sprache hat. Auch wenn ich noch keine Video dazu gesehen habe. Aber womöglich bin ich diesbezüglich halt schon sensibilisiert.

Vorgestern habe ich dazu eine Sendung im Radio gehört. Ö1 natürlich, bin ich versucht zu sagen. Es ging um Sprache, um Sprachen lernen und was die Sprache aus einem macht.

Drei Punkte sind mir dabei aufgefallen:

1. Flüchtlinge, die deutsch lernen sollen

Klar, das Thema ist heiß. Syrer und Afghanen sollen möglichst schnell unsere Sprache lernen. Dann können sie sich besser integrieren, dann fallen sie nicht so sehr auf.

Um eine Sprache möglichst schnell und auch möglichst gut zu lernen, muss man sie sprechen. Und zwar mit Menschen, die die Sprache beherrschen. Diese sollten zur Not langsam sprechen, niemals aber die Sprache versimplifizieren.
Also Deutsch pur. Alle Fälle, alle unregelmäßigen Verben. Groß und Kleinschreibung hört man ja zum Glück nicht. ;-)
Wenn man aber so viel eine neue Sprache spricht, also fast andauernd, hat das zwangsläufig zur Folge, dass man die eigene Sprache nicht mehr spricht.
Und das ist nicht gut.
Denn die Identität der Menschen hängt an ihrer Sprache. Wird man gezwungen die eigenen Sprache nicht mehr zu sprechen, fällt man nach einer Weile in ein Identitätsloch. Das gilt vor allem für Menschen, die alleine in einem Land sind.
Wenn ich mit niemandem mehr reden kann, so wie mir der Schnabel gewachsen ist, wer bin ich dann?
So in etwa.
Ein irgendwie logischer Gedanke. War mir aber bisher nicht bewußt.


2. Kinder, die 2sprachig aufwachsen

Ich lebe ja in einer Bobo-Gegend. Ich schreib' das hier mit liebevollem Augenzwinkern. Ich habe mit Erstaunen und Befremdung gesehen und gehört, wie Eltern im Kindergarten mit ihrem Nachwuchs beim Schuhanziehen englisch gesprochen haben. Englisch mit Akzent wohlgemerkt. Diese Leute waren keine Native Speaker. Sie waren Wiener, die auf der Welle des "ich bring mein Kind vorwärts" mitschwimmen wollten.
Es ist erwiesen, dass Kinder mehrsprachig aufwachsen können. Das schadet in keinster Weise. So denn ein paar grundlegende Eckpfeiler beachtet werden.

Eine Sprache zur Person.
Wenn also die Oma immer serbisch spricht, oder der Vater immer französisch, dann ist das gut so. Die Sprache wird dann gar nicht als Sprache mehr als Person wahrgenommen.
Wichtig dabei ist, dass über die Zeit, die Kinder die Sprache nicht nur von einer Person hören. Sie müssen regelmäßig auch andere Menschen serbisch bzw. französisch sprechen hören.

Photo by LIM ENG on Unsplash

Denn, und auch das ist logisch, sonst lernen sie die Sprache einer Person. Jeder hat, siehe mein Stil, seinen eigene Art Sprache zu nutzen. Hier ein kleiner Fallfehler (gute Güte, das mit dem Genitiv kriegt ja kaum einer hin ;-), dort ein falsch genutztes Vokabel (Birgit hatte da zum Beispiel ein Erlebnis mit dem Wort "behindert")

Ergo: besser nicht nur einer.

3. Sprache, Dialekte und Regionen

Und überhaupt: Hochdeutsch gibt es nicht. :-) Denn egal wo man hinfährt, alle zeigen auf einen und sagen du kommst aus - bitte einfügen!
Es gibt im Deutschen wohl ein paar Tausend Dialekte. Im Englischen auch und vermutlich auch in Schwedisch und in Finnisch und ... ja, bei Chinesisch weiß ich es sicher.

Dialekte haben ganz viel zu tun mit der Region aus der man kommt und somit - und dann sind wir wieder am Anfang - mit Identität.
Auch wenn ich mindestens 3 Arten von Wienerisch kenne und selber der Meinung bin, dass ich gar nicht so wienerisch klinge, so ist das für Leute von außerhalb doch meist recht eindeutig.
Was für mich allerdings ganz eindeutig ist, dass ich zu Wien gehöre. Das ist meine Stadt. Mein daheim. Die Sache mit der Identität ist völlig klar erkennbar für mich.
Und ab und zu, erkenne ich es auch in meiner Sprache. Es gibt Worte, die verwendet man nur hier in der Gegend und es fühlt sich gut an, wenn ich sie benutze.

Photo by Jezar on Unsplash

Und so ist es dann wohl auch mit all den Dialekten in den Tiroler Tälern oder oben am Meer in Ostfriesland (da hab' ich neulich ein sehr amüsantes Video gesehen. Ich verstehe ja kein einziges Wort - hier lang, wer sich ein Ohr voll geben will)

Man fühlt sich daheim, wenn man seine Farbvariante der eigenen Sprache benutzt.


Und dann gibt es da eine höchst eigene Variation in England.
Und das ist das Neue für mich.

In England gibt es eine eigene Art von Dialekt bzw. eben einen kein-Dialekt, die nicht mit einer Region sondern mit einer Gesellschaftsklasse identifiziert wird.

Wenn ein Kind ganz egal wo in England in eine Public-School geht (eine Privatschule wohlgemerkt - public ist da ein wenig irreführend), dann lernen alle diese Kinder das Englisch der Upper-Class. Alle diese Kinder sprechen eine eigene Sprache.
Und jeder in England kann diese Sprache erkennen und assoziiert sie mit Bildung-Reichtum-Adel etc.

Ich finde das einfach nur spooky!
Unheimlich.
Sprache kann auch richtig stark trennend wirken!

Da sage noch einmal jemand Sprache habe keine Macht über uns!

Ihr könnt die gesamte Sendung noch bis Mittwoch nachhören: Hier bei Ö1

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Ankündigung: RESTE Treffen auf mamimade

Also ich weiß ja, da gibt es Facebook-Gruppen und Börsen und weißderKuckuck nicht was noch alles. Die sind nur dafür da, Stoffen, wie süßen, kleinen Haustieren, ein neues zu Hause zu vermitteln.

Aber ich bin nicht in solchen Gruppen und ich will damit jetzt auch nicht mehr anfangen. Ich betrachte mich am Ende meiner Dauerstoffkaufkarriere. Ich kaufe nur mehr sehr gezielt (also fast immer ;-), und auch, wenn ich regelmäßig ausgemistet habe und auch wenn ich im Vergleich kaum Stoffe daheim habe (JA, ich habe gesehen, was IHR so daheim habt, hehehehe). Also auch wenn ich längst nicht mehr die Mengen an Material daheim habe, so habe sogar ich Stoffe, die ich nie angerührt habe, oder solche, von denen ich einfach zu viel gekauft habe. Damals.

Und da dachte ich mir, weil, das habe ich mittlerweile beim Bloggen gelernt, dass es euch womöglich ähnlich geht.
:-)

Und deswegen werde ich demnächst hier am Blog eine Linkparty veranstalten mit dem Thema "Stoffreste - Abbau". Jede Bloggerin, die was loszuwerden hat, kann ihr Material abgelichtet mit Mengenangabe und gewünschtem Preis auf ihren Blog stellen und dann hier verlinken. Wenn wir dann alle gemeinsam posten und auf den sozialen Netzwerken teilen, dann sollten doch ein paar Stoffsucherinnen aufzuspüren sein. Soweit der Gedanke!

Genauere Angaben folgen nächste Woche, hier am Blog. Ich plane die ganze Geschichte so Mitte November. Ihr habt also noch Zeit eure Reserven zu durchforsten.

Dies hier ist nur eine Ankündigung/ VORWARNUNG!
Fragen und Ideen herzlich Willkommen!

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Zelda Shirt

Ich habe ja einen Sohn. Einen, der es gerne schlicht mag. Sehr schlicht. Shirts im Raglan werden favorisiert, die Farben stets dezent. Blau, grün, grau - das ist die gesamte Palette. Ja, er mag was drauf. Aber nicht groß. Groß geht nicht.
Klein, unauffällig und aus dem Leben. Klein aber wichtig quasi.

Ergo: Zelda - Breath of the Wild (Anmerkung: ein Consolen Spiel - Retro, wohlgemerkt!)
Wurde im Sommer gut, gerne und ausgiebig gespielt.
Ja, das geht auf ein Shirt.

Es erscheint mir jedesmal ein wenig übertrieben solch ein Shirt überhaupt im Blog zu zeigen und dann, ja dann denke ich mir ... womöglich hat ja noch jemand so ein Kind daheim. So eines, für das die gemusterten Stoffe total passé sind. Untragbar quasi. Aber trotzdem ein Kind, dass Kaufshirts nicht bevorzugen möchte. Und dann?
Eben.

Und deswegen zeige ich und werde ich weiter zeigen, was ich bei so engen Vorgaben noch hinbekomme. Denn, und das ist mir wichtig, ich finde dieserlei Shirts auch ziemlich ansprechend. Und wenn es ein Logo für Jane Austen gäbe, hätte ich ein Shirt mit Logo drauf. Fix.





Arbeitszeit:  2 h
Materialkosten:  ca. 20 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 5



Montag, 16. Oktober 2017

Das falsche Kleid 5 - Stellt euch vor ...

Folgendes Szenario: ihr seid Chef einer Modefirma. Ihr macht Bekleidung. Ihr lebt davon, dass sich die Menschen einkleiden. Mehrfach im Jahr. Am besten komplett, also einkleiden.

Was wäre wenn ..


Weiters stellt euch vor, der größte Teil eurer potentiellen Kunden hat in seinem Kleiderkasten alles was er oder sie braucht. Also soll heißen, die haben Schuhe, Jacken, Oberteile und Hosen und überhaupt so ziemlich alles.
Das eine oder andere Teil in ihrer Garderobe geht allmählich kaputt - also unreparierbar kaputt. Dieses eine Teil werden sie nachkaufen. Sonst nichts.

Photo by Bart LaRue on Unsplash

Diese deine Kunden brauchen nicht mehr viel. Sie haben einen Kleiderkasten, der gut gefüllt ist. In dem die Teile nicht nur gut kombinierbar sind, sondern auch noch den eigenen Typ unterstreichen und der Figur schmeicheln.
Sie sind zufrieden.

„Hm,“ denkst du dir, „Viel werde ich ja dann dieses Jahr nicht verkaufen.“

Stell dir weiters vor. Diese potentiellen Kunden würden nicht nur wissen, was ihnen steht und wieviel sie jeweils wovon benötigen, nein, stelle dir weiters vor, diese Kunden käuften auch noch Ware, die haltbar ist. Teile, die nicht nach zweimal waschen die Form verlieren oder die Farbe .. oder beides. Die haben Teile in ihrem  Sortiment, die sie 10 Jahre lang tragen!

Ein furchtbarer Gedanke für dich.

Photo by Crew on Unsplash
Und dann noch das:
stell’ dir vor, diese Menschen, geben dieses Wissen dann auch noch an ihre Kinder weiter. Sie erziehen ihre Kinder zu Menschen, die kaufen, was sie benötigen, was ihnen steht und was sie glücklich macht .. und nicht mehr.

Was tust du?

Sie dürfen nicht zufrieden sein


Nun zuerst mußt du dich von dem Schock erholen, den dieses Szenario für dich bedeutet ;-) und danach tust du alles menschenmögliche um die Wahrwerdung eines solchen Horrors zu verhindern.

Photo by Kris Atomic on Unsplash

Als erstes musst du dafür sorgen, dass sich die Menschen zu vergleichen anfangen. Am besten ist sie vergleichen sich mit Menschen, die schön sind und jung und vielleicht noch reich.
Denn Schönheit kann man frei definieren, jung bleiben kann niemand und reich sind nur die wenigsten.
Somit ist das erreichen eines solchen Ziels so gut wie unmöglich.

Also zeigst du den Menschen wannimmerdukannst dein illusionistisches Ziel. In jeder Zeitschrift, auf allen Webseiten, Blogs, Instagram-Accounts, in jedem Film, auf Plakaten, einfach überall.

Du kannst das „Vorbild“ auch per Photoshop verzerren, die Haut unnatürlich porenfrei gestalten, die Augen vergrößern. Tob’ dich ruhig aus!

Photo by Chris Barbalis on Unsplash
Und dann änderst du dieses Bild häufig und regelmäßig.

Das wird sie verwirren und sie werden unglücklich werden. Ihre Kleiderkästen werden ein Durcheinander an Teilen aus den verschiedenen Kollektionen in mäßig gut kombinierbaren Farben enthalten. Sie werden ständig einkaufen gehen um endlich einmal glücklich zu sein. Um sich einmal wieder wohl zu fühlen in ihrer zweiten Haut.
Sie werden mit der Zeit verlernen, was ihnen eigentlich steht und das Beste, dadurch, dass sie all das verlernt haben, können sie es auch nicht ihren Kindern beibringen .. deiner nächsten Generation an Kunden.


Alles, was du über Mode weißt, behältst du für dich. Auch wenn du weißt wie man übergewichtige, kleine oder besonders große Menschen anzieht, sodaß sie gut aussehen, so hängst du in deine Filialen nur Mode für dein Idealbild.
Du tust alles um zu verhindern, dass sich jemand dauerhaft wohlfühlt, denn dein Ziel heißt verkaufen, nicht glücklich machen.

Du produzierst irgendwo am Rande der westlichen Gesellschaft deine Ware - Hauptsache billig. Auf Qualität zu achten oder auf Dauerhaftigkeit sowohl im Stil als auch im Material würde dir nur schaden.

Wenn du dich auf diesen Weg konzentrierst, dann solltest du es schaffen, ausreichend und immer und immer wieder Kleidung an Leute zu verkaufen, die einen rammelbummelvollen Kleiderkasten haben. Voll mit Dingen, die ihnen nicht passen und die sie kaum anziehen.


Und jetzt .. jetzt stell' dir vor du bist nicht Chef einer Modefirma.
Stell' dir vor du bist eine Kundin!
Was tust du?


Alle Beiträge zu dieser Serie findet ihr hier:


Freitag, 13. Oktober 2017

gesehen KW 40 - Patrick Stewart entdeckt sich selber

Nachdem es ja in letzter Zeit hier am Blog eher ernst zur Sache geht, habe ich heute echten Trash für euch. Mist. Blödsinn.
Aber äußerst unterhaltsam.

Patrick Stewart und seine Frau waren unterschiedlicher Meinung in Bezug auf eine äußerst intime Kleinigkeit.


Man lernt nie aus! :-)
Habt ein unterhaltsames Wochenende!



Donnerstag, 12. Oktober 2017

Wollhose - meine kleine Garderobe

Seit etwas über einem Jahr betrachte ich meinen Kleiderkasten als meine kleine Schatzkammer. Da darf nur rein, was ich richtig gut finde! Meine Lebensqualität - kein Scherz - hat sich verbessert seither. Nicht nur, aber sicher auch deswegen.

Im Laufe des Sommers habe ich mir eingestanden, dass ich diese selbstgenähte Leinenhose so richtig, richtig gerne anhabe. Ja, dass ich mich so richtig gut fühle darin.

Und deswegen habe ich den Versuch gestartet, den Schnitt auch herbsttauglich zu machen. Also habe ich mir einen klassischen Wollstoff besorgt und mich darüber gewagt.


Im Po "hing" die Leinenhose ein wenig. Das wollte ich ändern, also habe ich das Schnittmuster etwas verändert. Ein bißchen zu herzhaft vielleicht (Gute Güte, es waren keine 2 Zentimeter!), aber ich setze darauf, dass der Stoff womöglich noch ein wenig nachgibt ;-)


Aber ganz grundsätzlich bin ich "beyond happy". Genau so etwas habe ich gesucht und gebraucht. Die Hose passt farblich in meine Herbstgarderobe. Was will ich mehr?
Naja, ich bin ehrlich. Ich habe meine Testjeans und diese Hose hier. Es wird Zeit für meine richtige, selbstgenähte Jeans. :-)

Aber meine Rockecke in der Herbstgarderobe die füllt sich auch höchst angenehm. Ich werde darüber berichten. :-)

Ich bin ja ein Jackenmensch. Soll heißen; ich habe kaum Hosen, eine kleine Auswahl an Röcken und ein paar Oberteile. Das, was ich habe, sind Jacken und Westen.
Und mittlerweile passt beinahe alles kreuz und quer irgendwie zusammen, was ich einfach nur URSUPER finde.


So kann's ruhig weitergehen!


Schnittmuster aus dem Buch "Nähen im japanischen Stil: 8 Grundschnitte für 25 Kleidungsstücke"
Stoff: Wollstoff Herringbone Brown vom Stoffsalon (selber gekauft)



Arbeitszeit:  2 h
Materialkosten:  ca. 24 €
Anzahl der benötigten Maschinen/Geräte: 2






 
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