Freitag, 3. November 2017

gelesen KW 43 - Der Mensch, die Eintagsfliege

Das Kaspische Meer 
Alexander Gerst war schon 3x auf der ISS. Der Deutsche ist Geophysiker und wenn mich nicht alles täuscht, fliegt er demnächst wieder hinauf und diesmal wird er dann das Kommando in der Station übernehmen.
An sich schon eine coole Sache.
Zusätzlich macht der Mann richtig geniale Bilder von unserem Planeten. Das Geo-Magazin hat ein Extra Heft mit Bildern von ihm herausgebracht. Wunderschöne Bilder, inspirierende Interviews. Sehr zu empfehlen.

Diese Woche bin ich dann nochmal über dieses Video gestolpert, dass mich daran erinnert hat, wie sehr mich das Heft doch berührt hat.



Und dann viel mir dieser Gedanke wieder ein (gelesen irgendwo):

Also ich fasse das jetzt kurz zusammen.
Es geht eigentlich gar nicht darum OB wir irgendwann extraterrestrisches Leben finden bzw. es uns. Die Wahrscheinlichkeit, dass da irgendwo noch jemand ist, egal ob grün oder mit 3 Haxn, ist echt gar nicht so klein.
Das Problem ist die Distanz und das Dilemma, dass wir im Verhältnis zur Distanz einfach zu kurz leben. Für das Universum und seine Distanzen sind wir eben Eintagsfliegen (oder noch kürzer).

Würden wir ein Schiff losschicken mit einer Mannschaft und - nehmen wir mal an diese Mannschaft kann überleben trotz der Strahlung und all der Probleme da draußen - dann wären die laaaange tot, bevor sie auch nur in der Nähe unseres NACHBARN wären.
(Alpha Centauri unser Nachbardoppelstern ist nur 4,3 Lichtjahre von uns entfernt. Das sind 40,4 BILLIONEN KILOMETER).

Die Bahamas

Die Voyager Sonden, die Anfang der 70er Jahre losgeschickt wurden, sind nach 40 Jahren Reise noch immer nicht raus aus unserem Sonnensystem und die Dinger sind richtig schnell unterwegs. (Mehr zur Voyager findet ihr hier! Auf einem Shirt ;-)

Also scheint es per se wohl klüger irgendeine möglichst dauerhafte Maschine rauszuschicken. Irgendwie raus da ins Nichts und zu hoffen, dass diese Maschine auf Leben trifft, das seinerseits wiederum klüger ist als wir und eben auch etwas langlebiger ... um darauf zu setzen, dass DIE sich dann auf den Weg ZU UNS machen.

Klar soweit?

Nun das dürfte dann wohl ein paar Tausend Jahre dauern. Wenn man dazu bedenkt, dass wir bisher nur eine Sonde auf dem Weg haben, die zumindest einen kleinen Teil der Strecke bereits zurückgelegt hat, sollten wir vielleicht mal anfangen mit der Flaschenpost ..

Und jetzt kommt's:
denn selbst, wenn wir schon dieses Jahr - rein hypothetisch - ein paar Tausend Flaschen in den Ozean werfen würden und selbst wenn, davon eine dann weit genug kommt und tatsächlich auf Wesen trifft, die die Sonde verstehen und entziffern können .. und die dann auch neugierig genug sind, sich den Ursprung anzuschauen ... so bleibt am Ende die Frage:
WERDEN WIR DANN NOCH DA SEIN?

Prince Regent National Park, Australia
Also die Erde macht's ja auch ohne uns. Die macht's auch ohne Atmosphäre, ohne Pflanzen - mit nix. Die hat noch ein paar Milliarden Jahre bevor sie von der Sonne geschluckt wird.

Aber WIR.
Schaffen WIR das?

Und wer nochmal einen Blick auf den "Selfie" mit dem längsten Arm werfen möchte, der findet den "Pale Blue Dot" hier.

NASA

1 Kommentar

  1. Das ist ja ein cooler Artikel und Du bzw. der Astronaut haben völlig Recht. Vielleicht kommt die Wissenschaft doch einmal in die Nähe von Star Trek und die Warp-Geschwindigkeit wird entwickelt. Dann wären die Entfernungen kein Problem mehr :) Die Bilder sind grandios.

    LG Kathrin

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